21 posts tagged “zusammenfassung”
- Marc Faber zur Lage an den Börsen und dem momentanen Jahreshöchststand an vielen Börsen per Ende Juli 2009
http://www.cash.ch/video/start.php?firstProjectID=11716
- Shipping in the downturn
FROM the sheltered waters of Subic Bay in the Philippines to Falmouth on the south coast of England, a vast, swelling armada lies idle. In Asia’s deep-sea havens 750 vessels—container ships, bulk carriers, tankers, car carriers and others—are laid up. A further 280 are sheltering in European waters. According to Lloyd’s Marine Intelligence Unit, nearly 10% of the world’s merchant ships are swaying gently at anchor because of a collapse in global trade.
Since the recession bit hard last autumn a lot of attention has been paid to the plunge in the Baltic Dry Index, a composite measure of the cost of shipping bulk cargoes such as iron ore and coal. It fell by over 90% between June and October last year, although it has since recovered slightly and is hovering at just above a quarter of its peak.
http://www.economist.com/businessfinance/displayStory.cfm?story_id=14133794&source=hptextfeature
- Interview mit Barry Ritholtz ((siehe auch seinen bekannten Blog unter Ritholtz.com und sein neues Buch))
Wie steht es um die Ratingagenturen, die mit der Finanzmarktreform vom Radarschirm der Regierung verschwunden sind?
Ratingagenturen sind die schlimmsten Zuhälter der Finanzbranche. Sie werden von den Banken dafür bezahlt, dass sie ihnen gute Ratings zuhalten, und sollen das auch in Zukunft tun können. Dass Obama die Ratingagenturen in Ruhe lassen will, ist total verantwortungslos.
- Dauerhafte bzw. neue Regelungen zu ausserbörslichen ((over-the-counter)) Derivativen und "Naked Shorting" in den USA ((Interview auf Yahoo TechTicker))
- Gehebelte ETF eignen sich nicht zum Vermögensaufbau ((das Thema wurde schon mehrmals in diesem Blog besprochen; das Problem mit "normalen" ungehebelten Short-ETFs sehe ich persönlich allerdings nicht...))
- Fokus der Wirtschaft: Die Kehrseite der grossen Abhängigkeit vom Erdöl ((NZZ vom 29.07.2009, online nur kostenpflichtig im Archiv verfügbar))
- Update/Nachtrag: Back to basics for younger investors Using low-cost, indexed ETFs to build a core portfolio for the long haul http://www.marketwatch.com/story/etfs-can-shoulder-a-portfolios-heavy-lifting-2009-08-16?link=kiosk
Ich bin vor etwas mehr als einem Jahr mit diesem Blog gestartet, der aus meinem früheren Newsletter zum gleichen Themengebiet entstanden war.
Als persönliche Zusammenfassung über diese turbulente Zeit und als Ausblick liste ich nachfolgend fünf Themen auf.
Diese könnten meiner Meinung nach private und institutionelle Anleger auch nach dem Ende der aktuellen Krise beschäftigen:
1. Neue Investorenklassen: Geld aus Asien, Petro/Rohstoff-Gelder und allgemeiner Hedge Funds, Staatsfonds...
http://www.mckinsey.com/mgi/publications/The_New_Power_Brokers/
(( siehe dazu aktuell auch:
China's Plans for Replacing the Dollar
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1911671,00.html ))
2. Neue Anlageklassen bzw. -möglichkeiten für Institutionelle: Dark Pools, High Speed bzw. Automated Trading...http://zerohedge.blogspot.com/search/label/program%20trading [1]
3. Neue Anlageklassen bzw. -möglichkeiten für Private: ETFs, Short-Instrumente, strukturierte Produkte...
http://www.morningstar.ch/ch/etf/article.aspx?lang=de-CH&articleid=56878&categoryid=438
(( 4. ...und natürlich allgemeiner das Internet als Zugangsmittel zu Anlageinformationen und günstigen Handelsmöglichkeiten für Privatanleger welche früher Instutionellen vorbehalten waren. Dazu gehören auch Social Investing-Seiten aller Art wie caps.fool.com, updown.com, sharewise.com und so weiter....))
5. "Neue" |2] Anforderungen von Kundenseite an Finanzdienstleister ((nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Krise))
http://www.finews.ch/news/hintergrund/1083-was-macht-einen-finanzdienstleister-kuenftig-erfolgreich
Klare Positionierung; Preistransparenz; Unabhängigkeit von einzelnen Produkten; weniger, dafür loyalere Kunden: Dies einige Kriterien, die einem Parabanking-Unternehmen Erfolg verschaffen dürften. «Der Trend», erwartet HSG-Forscher Mattig, «geht wohl dahin, dass die Vergütung eher über die Beratungsleistung als über Retrozessionen oder Kommissionen für strukturierte Produkte erfolgt».
((Als Beispiel/Versuch dies in der Praxis umzusetzen, siehe etwa : http://www.quirinbank-privatebanking.de/ ))
Im Hinblick auf die gegenwärtige Krise hatte ich nach einer längeren Pause im Herbst 2007 ein Bärenportfolio und dann im Herbst 2008 aufgrund der Umstände ((als die Rezession die Börsen bekanntlich mit voller Wucht erreichte)) ein kurzfristigeres Tradingportfolio gestartet.
Beide Portfolios kann man unter den Tags "bladestocks" bzw. "bladetrading" ((natürlich ohne die Anführungszeichen ;) )) laufend auf diesem Blog verfolgen:
- Bladestocks ((34 Titel per Ende Juli 2009)): Bärenmarktportfolio mit hohem Bargeldanteil. Seit Herbst 2007. Die aktuelle Zusammensetzung kann man hier sehen.
- Bladetrading ((ca. 30 bis 50 Titel)): Trading-Portfolio mit eher kurzfristigen Positionen. Seit Herbst 2008. Aktuelle Performance hier.
Wie bereits gegen Ende April 2009 angekündigt sind die Arbeiten zum "neuen" Talesfromthefuture-Portfolio (( TFTF 2.0 oder wie es dann auch immer heissen wird ))...
http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/in-eigener-sache-updates-zur-seite-und-zum-tftf-20-portfolio.html
...weiter im Gange. Die oben aufgeführten fünf Ueberlegungen werden natürlich in das neue Portfolio einbezogen.
Wahrscheinlich werden ((wie ebenfalls angekündigt)) das Bären- und das Tradingportfolio schrittweise in das neue TFTF 2.0-Musterportfolio "überführt" werden.
In den nächsten Monaten kann ich etwas weniger Zeit für Updates zur Verfügung stellen, da mich dieses und andere berufliche Projekte zeitlich stark beschäftigen.
[1] Das war natürlich schon seit jeher eine berechtigte Kundenanforderung bzw. hätte eine sein sollen. In den "einfachen" Jahren bis und mit Mitte 2007 gingen diese Grundsätz abere bei vielen Anbietern verloren. Erst in der tiefen, aktuellen Krise begannen viele Kunden, die Leistungen und Transparenz ihrer Finanzdienstleister wieder grundsätzlich zu hinterfragen - seien es Retailkunden ((isländische Internetbanken...)) oder schwerreiche Anleger ((Madoff und intransparente und illiquide Fund of Funds..)).
[2] Zu Dark Pools und automatisierten Tradingsystemen sind zum Beispiel die kürzlich bei Zero Hedge publizierten Statistiken interessant. Diese Tradingsysteme und ausserbörslichen Abwicklungen sowie grosse passive Vehikel ((wie ETFs ohne oder vor allem mit Leverage, die volumenmässig oft ein Vielfaches des eigentlichen Basiswerts "verschieben")) könnten in den nächsten Monaten und Jahren noch viel zu reden geben...
http://zerohedge.blogspot.com/2009/07/is-case-of-quant-trading-industrial.html
(( Link im Zusammenhang mit angeblich gestohlenem HighFrequency-Trading-Programmcode von GoldmanSachs, worauf ein ehemaliger GS-Angesteller angeklagt wurde ))
und
http://www.zerohedge.com/article/day-was-hfts-superdominance
((Welcome to the Matrix...))
Einige Updates zu diesem Blog und zum Stand des neuen TFTF-Portfolios:
- Das FAQ ist nun in einer Kurzfassung auch in englischer Sprache verfügbar. Es enthält Links zu den zwei Tradingportfolios und zum Bärenmarktportfolio. Die deutsche Langfassung habe ich ebenfalls aktualisiert...
http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/faq-zur-anlagestrategie-und-den-tftf-portfolios.html
Kurznachrichten ((Twits oder wie man dem Microblogging auch immer sagen will, ich brauche aber nicht Twitter)) veröffentliche ich beim Updown-Portfolio, siehe hier: http://www.updown.com/member/iamvoltron/feeds
- Rechts auf jeder Seite gibt es neu einen Paypal-Button für freiwillige Spenden. Da ich in der letzten Zeit recht viel Recherchearbeit auf der Seite kostenlos verfügbar machte ((und damit Zeiteinsatz)) bin ich für Spenden dankbar.
((( Zur Spendenhöhe: Ist bewusst frei gelassen. Für die Un-kreativen Leser: Ein Betrag in USD in Höhe einer Onlinetransaktion bei ihrem Discountbroker oder eines der hier im Blog vorgestellten Bücher wäre sinnvoll, es geht mir mehr ums Tipping :) ))
- Last but not least: Das neue TFTF-Portfolio ((TFTF 2.0)) werde ich nach Möglichkeit starten, wenn ich klarer in die Zukunft sehe an den meisten Börsen.
Die zwei im Herbst 2008 gestarteten Tradingportfolios auf updown.com und sharewise.com sind ein Zwischenschritt in diese Richtung, da sie kurzfristigere Anpassungen ermöglichen ((daher heissen sie auch so :). Wir ((das heisst Kollega bscyb und bladerunner, aka ich)) hielten diesen Zwischenlösung im Herbst 2008 für die einzig sinnvolle Lösung und im Rückblick bin ich nach weiteren sehr turbulenten Börsenmonaten sehr zufrieden mit dieser Entscheidung.
Eine Alternative wäre der kurzfristige Einsatz von Short ETFs im neuen TFTF-Portfolio zur Absicherung, dann wäre ein früherer Start in diesem Jahr möglich. Ich werde mir dies in den nächsten Wochen überlegen...
Die zwei Tradingportfolios und Bärenmarktportolio erlauben den Lesern dieser Seite zudem eine unabhängige Kontrolle/Statistik der Performance auf Drittseiten ((updown.com und sharewise.com im Moment)) und zur Anlagestrategie allgemein.
PS: Zur Erinnerung: Die Verantwortlichen der zwei Portfolios sind:
Das updown-Portfolio wird vom Autor dieses Blogs ((bladerunner)) alleine geführt; das Sharewise-Portfolio ((ist kein richtiges Portfolio, es handelt sich "nur" um Picks, daher sind keine Gewichtung der Anteile möglich)) durch einen Kollegen ((bscyb)) und mich in Koproduktion.
Wie versprochen folgt hier noch das das Resultat des Bärenmarktportfolios, das aus 200 "Einheiten" besteht, wovon seit Oktober 2008 15% in Aktien und 85% in Bargeld gehalten werden. Von Oktober 2007 bis Herbst 2008 waren es sogar nur ca. 10% in Aktien in Bargeld.
- Langfristiges Bärenmarktportfolio ((bladestocks)):
Nicht eingerechnet in der obigen Tabelle sind ((wie im Herbst 2008 angekündigt, siehe die älteren Einträge)) zudem die zwei ETF-Shortinstrumente mit ingesamt 8% Anteil am Gesamtportfolio, die ich von anfangs September 2008 bis anfangs Oktober 2008 hielt und welche die Verluste auf dem Aktienanteil von 15% stark beschränkten.
Mein Pessimismus seit Herbst 2007 und der Einsatz von Shortinstrumenten haben mich also 2008 also nur ein wenig ins Minus fallen werden im Bärenmarktportfolio. Für eine schwarze Null hat es nicht ganz gereicht, nicht zuletzt weil der Dollar gegen Ende Jahr wieder an Wert verlor gegenüber dem Schweizerfranken ((in den Tabellen und Grafiken sind immer die "Originalwährungen")).
Beim Oktober 2008 gestarteten Tradingkonto liege ich momentan mit ca. + 33% im Plus, in CHF sind es aufgrund der Dollarschwankungen wiederum einige Prozent weniger ((siehe für Details Teil 1 dieses Eintrags.))
2008 war ein sehr schwieriges Jahr für Aktien und andere Anlagen aller Art ((ha, ha. Eine sehr aufschlussreiche Zusammenfassung, ich weiss ;-))).
Stellvertretend ein Artikel mit den Ergebnissen und den wenigen positiven Ausreissern an der Schweizer Börse:
Wie versprochen auch. Per 31.12.2008 hatte ich folgende Ergebnisse über die letzten Monate bzw. über das Jahr...
Virtuelle Anlagen ((als Vergleich))
- Kurzfristiges Tradingkonto 2008 ((bladetrading)): Ø Performance: + 33.84% ((per 30.12.2008, da US-Börse an Silvester noch geöffnet)). Es war bis Ende 2008 eine gute Entscheidung, das kurzfristige Konto bewusst im Herbst 2008 in der "schlechtesten" Zeit zu starten. Unten ein Vergleich zum S&P 500. Wie man sieht, hatte ich um den 20. November auch einen starken Einbruch...
- Langfristiger Wettbewerb mit 5 Aktien auf Sharewise : Ø Performance:
-9.02%
Reale Anlagen
- Kurzfristiges Stockpicking ((zusammen mit einem Kollegen als Mitspieler "bscyb" auf Sharewise umgesetzt. 1:1 ist nicht möglich wegen der Kursverzögerungen und vielen ausländischen Aktien, die in Frankfurt nicht mit hohem Handelsvolumen gehandelt werden, Sharewise.com bezieht die Kurse von der Börse Frankfurt. Zudem kann man die einzelnen Aktien nicht mengenmässig gewichten)): Ø Performance:
+10.38%
Dies erklärt die hohe Diskrepanz zum Updown-Portfolio, wo fast die gleichen Titel gehandelt wurden. Auf Updown sind die Titel aber wie in einem normalen Depot gewichtet und an den US-Börsen mit gutem Volumen handelbar. Insofern entspricht die erzielte Performance auf Updown eher der Realität, die knapp + 30% betrug.
- Langfristiges Bärenmarktportfolio ((bladestocks)): Folgt in der ersten Januarwoche 2009, da die US-Börsen an Silvester noch offen haben...
Das virtuelle Vergleichskonto zu bladestocks auf Sharewise hatte 2008 eine Ø Performance: -16.06%, das Ziel wäre, dass ich mit dem Bärenmarktportfolio ein besseres Ergebnis erreiche. Das sollte dank dem sehr hohen Baranteil möglich sein.
PS: Berechnungsgrundlagen:
1. Alle prozentualen Ergebnisse werden normal ((ohne Inflationsbereinigung/risikolosen Zinssätze oder andere Abzüge)) berechnet. Ebenso keine Währungsumrechnungen ((ausser natürlich ausländische Aktien, die an der Börse automatisch in der jeweiligen Landeswährung notiert werden)).
Plasmazustand der Aktienmärkte. Eine gute Beschreibung der aktuellen Marktlage und deshalb weiterhin ein guter Grund an der Seitenlinie zu bleiben mit grösseren Aktienanteilen ((gemessen an der Gesamtanlage))...
The well-known bear ((ie. author of the bigpicture blog)) now sees some opportunity in what might be an oversold market likens the current environment to, "The plasma state of matter. It's not liquid, not solid, not gas; it's plasma and all the traditional rules go away and it's quantum mechanics. As long as we're in the plasma state of matter, all bets are off."
Das kleine Bärenmarktportfolio ((erstellt zwischen Dezember 2007 und anfangs Oktober 2008)) läuft in der nächsten Zeit unverändert weiter - allfällige Aenderungen ((Transaktionen)) würden wie in der Vergangenheit sofort gepostet.
Trader mit viel Zeit können bei diesen momentanen Volatilitäten gerne "spielen", siehe etwa die Entwicklung des Dow Jones in den USA....
...ich bin aber seit jeher am Investieren über längere Zeit interessiert - nicht an kurfristigen und meiner Meinung nach zu zeitaufwendigem Daytrading ((für Privatpersonen)).
Darum nutze ich die nächsten Wochen ((wenn nicht länger)) um in aller Ruhe die Titel des neuen TFTF-Portfolios auszuwählen ohne neue Beiträge in diesem Blog.
Spender ((siehe Paypal-Button rechts an der Seite)) und alle Abonnenten des früheren TFTF-Newsletters ((von 2001 bis Ende 2006)) werden als erste informiert werden über Zusammensetzung und Auswahlkriterien sowie angenommene Szenarien des neuen Portfolios.
Wer die Resultate bis und mit Oktober 2008 ansehen will, kann dies hier tun:
http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/b%C3%A4renmarktportfolio-update-status-102008-how-are-we-doing-in-a-mad-world.html
Ich melde mich spätestens Ende 2008 / anfangs
2009 wieder mit einem Update zum Portfolio und einem Vergleich zu
anderen klassischen Fonds.
PS: Wer sich bis dann auf sehr düstere Szenarien vorbereiten will, seien diese Wikipedia-Artikel (( aus der Versenkung der Wirtschaftsgeschichte geholt für die meisten Länder )) für 2009 empfohlen:
Für die Schweiz:
http://de.wikipedia.org/wiki/Negativzins
International, besonders für die USA:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deflation
http://de.wikipedia.org/wiki/Depression_(Wirtschaft)
Ich sage nicht, dass diese Dinge eintreffen werden, aber man muss leider damit rechnen im schlechtesten Szenario.
PPS: Ein interessanter Webcast für kalte Tage (( in Spielfilmlänge von 1h 44m ; )) um die blogfreie Zeit zu überbrücken und sich selbst interessante Gedanken und Prognosen zu machen in den nächsten Wochen:
http://www.columbia.edu/acis/networks/advanced/ei/fall2008/1020_arch.ram
((Webcast braucht leider den Real-Player))
Wer sich immer noch nicht entschliessen konnte, das Buch "Manias, Panics & Crashes" ((Fehler :)) zu lesen, dem sei wenigstens dieser Blogeintrag als kurze Zusammenfassung empfohlen.
Interessanter Rückblick...
Are we now condemned to live in a world where fiat money constantly shifts from one bubble to the other? This remains to be seen, but I would argue that the destructive effects of a bubble's blow off, like the current real estate bubble, could become strong enough to shake the foundations of a fractional reserve banking system, even one as large and as sophisticated as in the United States. Understanding how bubbles and their manias are created would certainly help.
Oder die ewige Wiederkehr des angeblich Neuen...
Quelle: http://people.hofstra.edu/Jean-paul_Rodrigue/blogs.html#Bubbles
PS: Uebrigens ein empfehlenswerter Blog, der früh auf das kommende Asset Bubble in den USA hinwies, leider nur selten mit Updates :)
(( Dies ist der Abschluss des Themas, die zwei ersten Teile sind früher in diesem Blog erschienen, der Inhalt aus Teil I wird im nachfolgenden Teil III teils wiederholt für den Gesamtzusammenhang ))
Eine Einführung ins Thema, die erstaunen mag: Man kann Präsident Bush in acht Jahren Misswirtschaft wenigstens zu einer Wahl gegen Ende seiner Amtszeit gratulieren: Hank Paulson und seinem Team ((bei allen Vorwürfen der Goldman-Vetternwirtschaft, die sofort auftauchten)), welches den Retttungsplan mit dem "Schlupfloch" der direkten Rekapitalisierung von Banken so kurz vor den Wahlen durchgebracht hat und nun innert kurzer Zeit umsetzt.
Natürlich, die Bush-Administration selbst ist
ein grosser Sündenbock und viele Punkte der Rettung entsprechen purem Sozialismus für die Reichen - aber das ist zu kurz gegriffen. Die Geschichte erinnert mich an den Swissair-Fall in der
Schweiz, wo über mehrere Jahre verschiedene Führungsequipen entscheidende strategische
Fehler machten und am Schluss fast nur die letzten auf dem Kommandostand die Buhmänner waren ((natürlich auch hier nicht unbegründet)).
Man
kann heute über Bernanke, Paulson und natürlich über acht Jahre Bush herziehen,
aber die ehemals so hoch gelobte monetäre Expansionspolitik von Alan
Greenspan waren neben der unverantwortlichen Kreditvergabe der
US-Banken und der Konsumgier auf Pump, die beide durch die diese
Geldpolitik vereinfacht wurden, der eigentliche Grundstein für die
Krise. Ein einfaches Beispiel:
Einem seit jeher potentiell Alkoholgefährdeten ((Alkoholgrad = Verschuldungsgrad der US-Bürger)) stellt man keinen hochprozentigen Schnaps hin - oder lässt die Flasche ((Hypothek)) gleich gratis auf dem Tisch stehen mit dem Hinweis er könne gratis trinken und später zahlen.
Dazu subventioniert man idealerweise auch nicht alle Schnapsbrennereien und Bars im Land - der Staat garantiert Jahre später die Ueberproduktion der angebrochenen und mittlerweile verdorbenen Flaschen aufzukaufen und den Bars die nicht bezahlten Flaschen zu entschädigen.Gleichzeitig darf Jeder Interessierte eine Brennerei öffnen. Alle Schnapsbrennereien dürfen neu ohne Kontrolle und staatliches Gütesiegel Inhalte panschen und mischen ((unregulierte Finanzprodukte wie CDS, Hypotheken mit zu wenig oder ganz ohne Sicherheiten)).
Die gealterten Alkoholiker sind am Ende meist immer noch nicht geheilt - die Spitäler sind nun voller Alkoholiker. Die wenig Geheilten und Entlassenen haben nicht einmal genug Geld für gesündere, alkoholfreie Getränke ((Konsum ohne Verschuldung)) nach dem jahrelangen Alkoholrausch.
Was nun fast gefolgt wäre ? Der Systemkollaps bzw. die Prohibition um im Beispiel zu bleiben ((Damit haben die USA ja auch schon Erfahrung ;))
Wer die Aktionen und Spitäler zahlen wird ? Die Nüchternen, die keinen Alkohol getrunken haben über die Jahre.
Zusammengefasst sind es also die drei G: Greenspan, Gier der Anbieter, Gier der Nachfrager:
1. Greenspans Geldpolitik als Katalysator für die seit jeher vorhandene Gier auf der Nachfrage- und Anbieterseite ((siehe dazu unten)), die vorher schon die Technologieblase begünstigte. Der soeben zum Nobelpreisträger erkorene Paul Krugman nannte dies vor wenigen Tagen sehr treffend: Irrational exuberance times two...
(( Quelle: http://krugman.blogs.nytimes.com/2008/10/11/greenspans-bubbles/ . US-Hauspreise linke Skala, P/E-Ratios der US-Börse rechte Skala))
2. Gier der Banken bzw. Bankverkäufer ((Anbieter)): Das günstige Geld erlaubte hohe Fremdverschuldung ((Leveraging)), schuf Anreize für Mauscheleien bei der Risikobeurteilung ((die Ratings und Risikomodelle wurden für den Auftraggeber, sprich die Banken, erstellt durch die Agenturen, was einem "race to the bottom" entsprach)) und wirkte als Treibstoff für unregulierte Finanzprodukte ((siehe CDS in Teil 2 der Serie, das Volumen dieser Produkte ist meteoritenhaft angestiegen in den letzten Jahren)), agressive Vertriebsstrategien und Bonisysteme im Finanzbereich, besonders auch im Hypothekenbereich.
Das Problem des zu hohen Leveraging hat sich zu einem kleinen Teil bereits von selbst gelöst in den USA: Die fünf grossen Investmentbanken haben ihren Sonderstatus seit Herbst 2008 verloren. Sie durften ja besonders geringe Eigenkapitalquoten haben.
Die restlichen Bereiche ((kurzfristige Bonisysteme, Abhängigkeit der Analysten und Ratingagenturen vom Auftraggeber sowie unregulierte Finanzprodukte und marktmächtige unregulierte Akteure)) müssen international noch angegangen werden. Nouriel Roubini nennt diese weitgehend unregulierten Akteure, die wie Grossbanken agieren, aber dem Gesetz nach keine Banken sind, zusammengefasst "Schattenfinanzsystem"; das Mc Kinsey Institute in einem im Herbst 2007 erschienenen Artikel viel wohlwollender "New Power Brokers". ((Ich hatte Links zu beiden Quellen früher verlinkt in diesem Blog)).
3. Gier der Konsumenten ((Nachfrager)): Zu hoher Konsum auf Pump und geringe bis negative Sparquote der US-Bevölkerung. Das ist weit über die Immobilienkrise ein Problem ((von Kreditkarten über Autoleasing bis zur fehlenden Altersvorsorge...)) und wird es noch lange ein Problem bleiben, da sich Private weit weniger rasch als Firmen entschulden können.
PS: Update: Das obige Beispiel habe ich verbessert, nachdem mich ein Leser darauf hingewiesen hat, dass ungeöffneter hochprozentiger Alkohol meist auch noch nach Jahren schmeckt. Danke :) Also neu:
Allgemein gilt meiner Meinung nach: Hände weg auch von Versicherungsaktien und Allfinanzkonzernen und nicht nur "Banken" im engeren Sinne. Das ist weiterhin meine Meinung auch nach dem Kurssturz von anfangs Oktober 2008.
Eigentlich
sollte dies nach der Verstaatlichung von AIG ja offensichtlich sein.
Aber nicht nur AIG, die massgeblich an der CDS-Umsatzexplosion
beteiligt war, sondern viele Versicherungen könnten hier noch einige
Milliarden verlieren...
Gerät ein Versicherer oder eine Großbank durch die Auszahlung ins Wanken, könnte das dem Finanzsystem den Todesstoß versetzen. "Der Markt versucht gerade herauszufinden, ob die Versicherer genügend Kapital haben", sagt Sean Egan, Gründer der Ratingagentur Egan Jones. So habe Metropolitan Life wegen der CDS-Verpflichtungen bereits eine Kapitalerhöhung angekündigt. Die Aktie des Konkurrenten Prudential verlor am Donnerstag 40 Prozent - was Egan vor allem auf die Lehman-Auktion zurückführt. Beobachter rechnen damit, dass auch der inzwischen verstaatlichte Versicherungskonzern American International Group (AIG) betroffen ist.
Allgemein finde ich ich interessant, wie einige Experten und die ISDA
betonen, das CDS-Risiko sei weiterhin nicht sehr signifikant bzw.
gravierend. Im Forex-Bereich und anderen Märkten würden täglich sehr
viele höhere Beträge verschoben...
Viele Marktteilnehmer hätten das Risiko unterschätzt, dass Unternehmen, die Versicherungsschutz über CDS anböten, selbst eine Krise nicht überständen, sagte Paul Calello, Chef des Investment-Bankings von Credit Suisse auf einer Konferenz des Branchenverbands International Swaps and Derivatives Association (ISDA). Deshalb müssten alle Beteiligten handeln.
Die ISDA hält die Gefahr wertloser CDS aber für nicht ganz so gravierend. Grund ist, dass aktuell 63 Prozent der CDS-Verträge unter den Standards des Verbands mit Besicherungsvorschriften abgeschlossen werden. Dabei müssen die Kontraktpartner ihre CDS täglich zu Marktpreisen bewerten. Für Gewinne und Verluste müssen Bargeld oder Staatsanleihen hinterlegt werden, auf die der Kontraktpartner im Zweifelsfall Zugriff hat.
Ich
mag in einem unregulierten Markt erstens nicht glauben, dass die
Ausfallrisiken wirklich von allen Akteuren sauber gedeckt werden
((siehe oben die 63%, mark to market hin oder her, dann gibt es also noch die anderen 37%, jedenfalls war das vor wenigen Monaten noch so, Zahl vom Frühling 2008 ...)) und zweitens,
dass die Ausfälle in kürzester Zeit und einer allgemeinen Finanzkrise
auftreten, was die Börsenkurse bei Notverkäufen stark nach unten treibt
((und damit weitere CDS-Kurse in die Höhe gehen)) und drittens, dass so viele
"erstklassige" Adressen betroffen sind, die oft selbst CDS geschrieben
haben, wie oben im Artikel erwähnt.
Zurück zum Bärenmarktportfolio: Ausnahmen bestätigen die Regel und ich habe ja zwei Finanztitel unter den 31 Aktien.
- ETFC: Neues kurzes Jahrestiefst bei ca. 1.8 USD, was über die letzten Tage nicht erstauen konnte ((Gesamtentwicklung NASDAQ)). Die gegenwärtigen Quartale sollten aber Rekordumsätze generieren für ETFC. Mehr am 21. Oktober wenn die nächsten Quartalszahlen kommen.
- WFC: überlege ich mir in den nächsten Wochen die WFC-Aktie zu verkaufen, der Kauf von Wachovia macht mir weiterhin wenig Freude, auch wenn bereits erste Anpassungen vorgenommen werden...
Oct. 13 (Bloomberg) -- Wells Fargo & Co. is likely to sell off or pare the investment banking business it's acquiring in the purchase of Wachovia Corp., analysts say.
Standard & Poor's said in an Oct. 10 report that the unit is likely to be ``significantly downsized after the acquisition.'' Charlotte-based Wachovia's corporate and investment banking division employs more than 6,000 people and contributed about 16 percent of last year's revenue.
Wells Fargo's acquisition of Wachovia, valued at about $12.2 billion, gives the company the most branches of any U.S. bank and would rival Bank of America Corp. in terms of deposits. While Chairman Richard Kovacevich, 64, made expansion of the consumer franchise a priority, Wells Fargo said earlier this year that new investment banking units don't fit easily with the rest of the company.
Quelle:
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=ahAwN2oFtZZA&refer=home
Zudem hatte ich noch HSBC, einige indische sowie japanische Banken
für das Bärenmarktportfolio angeschaut, aber mich am Schluss dagegen
entschieden, weil ich zuwenig davon verstehe...2 von 31 Titeln im Finanzbereich sowie einige rohstoffnahe Titel reichen
mir momentan als Risiko :)
PS: Allgemeineres zum Risiko aller 31 ausgewählten Titel hier in einer früheren Zusammenfassung:
http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/risiken-im-b%C3%A4renmarktportfolio-31-titel.html
Vorbemerkung. Ich mag Jim Cramer bzw. Jim Cramers Stil nicht besonders, das gebe ich gerne zu und schreibe ich nicht zum ersten Mal, aber das hindert mich nicht ihm zuzuhören.
Jim Cramer ist erstens häufig recht optimistisch ((zumindest für "seine" Lieblingstitel)) und zweitens ((besonders in den USA)) mit seinen Meinungen einflussreich bei Kleinanlegern. Was meinte er am Montag zum Stand der Dinge ?
((Einschub: Ich bin nicht seiner Meinung, das sollte so oder so Jedermann aufgrund seiner persönlichen Situation entscheiden. Habe seit längerem nur wenig Aktien, damit kann man das natürlich einfacher sagen. Diese werde ich wie bisher geplant (heisst deshalb auch Bärenmarktportfolio) behalten...))
Statt eines raschen Crashs wie 1987 sahen und sehen wir 2008 einen treppenhaften Abstieg im September/Oktober, der am Schluss prozentual zum gleichen "Ziel" führen könnte. Während ich diesen Eintrag schreibe tauchte der Nikkei 225 am Dienstag den 7. Oktober bereits kurz unter 10'000 Punkte...
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aGreD1lH13Mw&refer=home
Ich hatte vor Jahren einige japanischen Aktien ausgewählt und empfohlen als der Nikkei ungefähr bei 9500 Punkten stand im Sommer 2003, also ziemlich lange her.
Ich will damit keine weiteren Parallelen zwischen der Börse und Wirtschaftsentwicklung in den USA und Japan nach den jeweiligen "Asset Bubbles" in beiden Ländern ziehen ((siehe dazu einige frühere Blogeinträge)) - aber zufälligerweise kommt die Zeitspanne in etwa hin.
Wenn es nur eine "normale" starke Wirtschaftsabkühlung oder Rezession gibt, kann es ab ca. Mitte 2009 oder spätestens 2010 wieder zu steigenden Kursen kommen - so wie immer alle 5 oder 7-10 Jahre im Konjunkturzyklus, die Börse läuft jeweils einige Monate vor. In den USA könnte es in diesem Falle sogar früher im 2009 zu einer Erholung am Aktienmarkt kommen, denn die USA rutschten als erste in die Krise. Das war Szenario eins.
Es ist schwierig und gefährlich, in nur einen Monat ((Mitte September 2008 bis Mitte Oktober 2008)) zu viel interpretieren zu wollen, aber es ist nicht so wie immer gemäss vielen erfahrenen Beobachtern. Einige waren zuvor nicht so skeptisch und haben ihre Meinung in den letzten 30 Tagen geändert.
Wenn es also ((damit meine ich besonders die USA)) als zweites Szenario eine mildere Variante des japanischen Abschwungs gibt mit längerer Kreditkrise, Deflation und seitwärts bis abwärts tendierender Börse nach dem "Asset Bubble" gibt könnte die Geschichte gut ein oder zwei Jahre länger dauern. Dann wären wir praktisch bei den fünf Jahren und im Jahre 2011 bevor die grossen Indizes in den USA wieder an den Höchstständen stehen werden.
Reine Panikmache ? Nein, denn in Japan hatte der Spuk über 10 Jahre gedauert und der Nikkei ist immer noch weit von seinen früheren Höchstständen entfernt. Darum sprach ich ja von einer milderen Variante in Szenario zwei, da die USA das Problem aktiver und schneller als in Japan angegangen sind.
(( Für die japanische Börse interessierte sich der Rest der Welt weniger bis gar nicht - die US-Börsen haben einen Leitcharakter auf viele andere Börsen, wie man in Europa an einem Nachmittag genug oft erleben kann. Das ist der unangenehmere Teil von Szenario zwei. ))
Fazit: Szenario eins oder Szenario zwei ? Ich weiss es nicht, aber rechne mit beiden. Momentan tendiere ich eher zu Szenario eins. Aber: Ich weiss gar nichts über die Zukunft, darum heisst dieser Blog auch immer noch Tales from the Future. Wenn ihnen Analysten oder Bankberater mehr versprechen, nehmen Sie deren Anlagebroschüren und Analysen von Mitte oder Ende 2007 hervor und studieren sie diese nochmals genau. Da stand praktisch durch das Band etwas von "...deutlichen Aufhellungen ab Mitte 2008", "...erstklassigen Bankaktien, die nach dem Kursrückgang seit Sommer 2007 Ende 2007 wieder attraktiv sind" und einem weiterhin "...stark sinkenden Dollarkurs". Da ist mir der Schreihals Jim Cramer lieber, der hinsteht und offen seine Meinung ändert.
Unabhängig von Szenario 1 oder Szenario 2. Seit mehreren Monaten befinden wir uns meiner Meinung nach in einem Tradermarkt, ich würde auch nach den jüngsten Rückgängen nur kleinste Mengen in Aktien investieren und vorerst 2009 abwarten.
PS: Mit erfahrenen Beobachtern meine ich Leute, die nun über 50 oder 60 Jahre alt sind und nicht "nur" den Abschwung 2001 bis 2003 mitgemacht haben, sondern die Oelkrise Mitte der 70er, den heftigen Crash 1987 und den japanischen Aktienmarkt in den 90er Jahren.
PPS: Ich habe mir obige Meinung nicht wegen Jim Cramer gebildet, aber er war ein gutes Aushängeschild, um die zwei Szenarien darzustellen.
