3 posts tagged “wirtschaftskybernetik”
Die schwere Wirtschaftskrise ist in der Talsohle angekommen, die Aufräumarbeiten sind im vollen Gange. Doch die nächste Blase kommt. Prognosen im untenstehenden Artikel; vier Möglichkeiten werden besprochen...
It’s every investors dream - you buy into an investment theme or idea before anyone else has caught onto it and you ride it all the way up until it gets bubbly and you sell to some sucker who buys at the very top. Didn’t you wish you owned oil all last summer? Or Amazon.com in 1999? Or a house in 2006? Well, it’s not exactly reasonable to expect that you’ll buy into a bubble before anyone else, or for that matter, that you’ll sell at the peak, but that doesn’t mean we can’t dream…..And maybe even catch some of the ride in between the bottom and the top.
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Bubble #1 - The Inflation Bubble
Bubble #2 - The Food Bubble
Bubble #3 - The Emerging Market Bubble
Bubble #4 - The Alternative Energy Bubble
http://pragcap.com/the-next-great-bubble-2
(( Und noch meine persönliche Bubbleprognose, um auf eine runde 5 zu kommen: Nanotech/Biotech. Sozusagen ein ewiges Mini-Bubble, das schwierig kulminieren kann weil die Firmen eine so lange Entwicklungszeit haben und so grosse Vorinvestitionen benötigen. ))
PS: Nachtrag / Update zu Bubble 3. Die USA wollen die kurzfristige Spekulation auf finiten Rohstoffen ((insbesondere Oel)) beschränken...
The plan is to set trading limits on oil, natural gas and other commodities of a "finite supply" the Wall Street Journal reports.
In the next two months the CFTC will hold a series of hearings to figure out the best way to use its authority to stop manipulation of the commodity markets.
The CFTC is likely nervous about the crazy volatility in energy prices. Last year's oil spike is still seen as a freaky occurence, with the blame laid at the feet of speculators. This year's doubling of oil prices, despite the fact that demand is low and supply is high, has many people worried that the market is being manipulated all over again.
(( http://www.businessinsider.com/cftc-is-going-after-the-speculators-2009-7 ))
PPS: Nachtrag: Interview mit dem bekannten Investor Mark Mobius zu den nächsten Blasen...
July 15 (Bloomberg) -- A new financial crisis will develop from the failure to effectively regulate derivatives and the extra global liquidity from stimulus spending, Templeton Asset Management Ltd.’s Mark Mobius said.
“Political pressure from investment banks and all the people that make money in derivatives” will prevent adequate regulation, said Mobius, who oversees $25 billion as executive chairman of Templeton in Singapore. “Definitely we’re going to have another crisis coming down,” he said in a phone interview from Istanbul on July 13.
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The U.S. Justice Department is investigating the market for credit-default swaps, Markit Group Ltd., the data provider majority-owned by Wall Street’s largest banks, said July 13.
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“Banks make so much money with these things that they don’t want transparency because the spreads are so generous when there’s no transparency,” he said.
A “very bad” crisis may emerge within five to seven years as stimulus money adds to financial volatility, Mobius said. Governments have pledged about $2 trillion in stimulus spending.
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601109&sid=ajsCDAWaoANg
Gutes Interview mit Peter Ulrich, Professor für Wirtschaftsethik...
Als die Universität St. Gallen vor 22 Jahren einen Lehrstuhl für Wirtschaftsethik schuf, war dies eine Pioniertat. Es war der erste Lehrstuhl dieser Art im deutschsprachigen Raum.
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Sind Sie desillusioniert?
Teilweise schon. Die Desillusionierung betrifft vor allem die Bereitschaft der Privatwirtschaft, sich entschieden zu ethischen Prinzipien zu bekennen. Früher war die Unternehmensethik ein Schwerpunkt von mir. Doch mehr und mehr bin ich zur Überzeugung gelangt: Es braucht andere Akteure, die auf die Privatwirtschaft Druck ausüben. Dazu gehört auch die Politik. Sie muss dafür sorgen, dass der vorbildliche Unternehmer gegenüber dem Foulspieler nicht benachteiligt wird. Der Industrielle, der eine alte Dreckschleuder betreibt, darf gegenüber seinem Konkurrenten, der in teure Umwelttechnik investiert, keine Kostenvorteile haben. Verantwortungsbewusstes Wirtschaften muss zumutbar und attraktiv gemacht werden. Leider verhindern das allzu oft kurzsichtige Interessenvertreter der Wirtschaft im Parlament.
PS: Siehe dazu auch für die "andere" Seite der gleichen Universität ((vielfach wird aufgrund dieser zwei Positionen vergessen, wie pluralistisch die politische Meinung an vielen Wirtschaftsuniversitäten, die HSG eingeschlossen, ist))
http://dasmagazin.ch/index.php/daniel-binswanger-jaeger-des-verlorenen-schatzes/
Cash halten und abwarten ((oder short bzw. in Edelmetallen bleiben)), es gibt momentan noch nicht einmal einen Boden geschweige denn Sonnenstrahlen an den meisten Börsen...
Die Währungskrise in einigen osteuropäischen Ländern spitzt sich ((wenigstens im Blätterwald)) wieder zu. Einige provokante Thesen hier für den Schweizerfranken...
Was bedeutet das für die Schweiz?
Es ist anzunehmen, dass ein beträchtlicher Teil der insgesamt 200 Milliarden Dollar Osteuropa-Kredite in Schweizer Franken ausgestellt wurden. Gemäss einem Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sind weltweit Franken-Kredite im Gegenwert von rund 675 Milliarden Dollar im Umlauf – davon wurden etwa 150 Milliarden direkt von der Schweiz, 80 Milliarden von Grossbritannien sowie rund 430 Milliarden Dollar über Offshore-Finanzzentren vergeben. Wieviele dieser Kredite faul sind, ist nicht bekannt. Doch schon wenn die Ausfallrate 20 Prozent beträgt, würden die Banken viel Geld verlieren.Muss nun der Bund eingreifen?
Wenn die Banken einen massiven Abschreibungsbedarf durch solche Kredite haben, muss ab einer bestimmten Grössenordnung der Staat eingreifen. Dies geschieht bereits durch die Schweizerische Nationalbank: In Polen hat sie der dortigen Zentralbank mehrere Milliarden Franken zur Verfügung gestellt, damit polnische Banken die Kredite decken können. Zugleich hat die schweizerische Nationalbank bereits bei der Europäischen Zentralbank angefragt, ob ihr diese im Notfall Geld ausleihen könnte. Dies ist ein klares Warnzeichen, dass der schweizerische Franken in Bälde unter einen enormen Abwertungsdruck geraten könnte.
((Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Der-Schweiz-droht-der-Bankrott/story/20175185 ))
Sehe es bei weitem nicht so negativ momentan für die Schweiz. Das Interview ist trotzdem lesenswert wie meistens bei einem Wirtschaftskybernetiker ((warum gibt es nicht mehr davon)) - aber das Risiko wurde falsch eingeschätzt vom Autor, es liegt in diesem Falle beim Schuldner und den kreditvergebenden Banken. Andere westeuropäische Länder ((bzw. Banken in diesen Ländern)) haben aber viel höhere Direktkredite und damit Risiken in Osteuropa...
Betroffen sind laut Moody's vor allem Banken in Österreich, Italien, Frankreich, Belgien, Deutschland und Schweden. Sie machen der Studie zufolge insgesamt 84 Prozent der Beteiligungen westeuropäischer Banken in Osteuropa aus. Am heftigsten betroffen ist nach Auffassung der Ratingagentur das österreichische Bankensystem, da Osteuropa fast die Hälfte aller österreichischen Bankenbeteiligungen weltweit ausmache. Für Italien betrage der Anteil 27 Prozent. Am stärksten seien Raiffeisen , Erste Group Bank , Societe Generale , UniCredit und die belgische KBC im Osten engagiert.
Hier eine noch deutlichere und gute Replik:
Das Problem der Schweiz sind sicher nicht die CHF-Kredite, sondern
ist die Verschuldung in ausländischer Währung ("External Debt" oder
"Foreign Debt"). Diese Schulden haben schon Island das Kreuz
gebrochen und stehen in der Schweiz im Vergleich zum BIP ebenfalls
erschreckend hoch. Das ist traditionell bedingt, da bei Schweizer
Banken alle möglichen Devisen in hohen Summen angelegt werden, was
nichts anderes ist als eben "External Debt".Die CHF-Kredite sind der Gegenpart zu dieser Auslandsverschuldung und
daher günstig für die Schweiz. Die Schweiz hat seinerzeit für die
CHF-Kredite Franken an die Gläubigerbanken verkauft und im Gegenzug
Devisen erhalten. Würde der Franken jetzt rutschen (Island), wären
gerade nicht die CHF-Kredite toxisch, sondern die
Auslandsverschuldung. Ein schwacher Franken wäre für die CHF-Kredite
sogar günstig, da die Schweiz Franken aus den CHF-Krediten zu
günstigeren Preisen zurückkaufen könnte, was zu Devisengewinnen
führen würde (die für die Auslandsverschuldung benötigt würden).Das Risiko des Zahlungsausfalls dieser CHF-Kredite betrifft auch
genau nicht die Schweiz sondern alleine die Gläubigerbanken, die in
hoher Konzentration in Österreich sitzen. Die Schweizer Banken waren
in Osteuropa im Vergleich sehr zurückhaltend, ohne UBS und CS war das
Engagement nahe Null.
http://www.heise.de/tp/foren/S-Schlechter-Artikel-falsche-Zusammenhaenge/forum-151400/msg-16221480/read/
Die Währungskrise betrifft also momentan ((vor allem)) die osteuropäischen Länder und einige Gläubigerbanken - zudem wanken auch die Bonitätsratings einiger EU-Mitglieder ((Griechenland, Irland, Spanien...))
In Japan gibt es ((nicht nur beim Exportvolumen)) wenig Positives zu sagen, der aktuelle ehemalige Finanzminister fasst die Lage zusammen...
http://edition.cnn.com/2009/WORLD/asiapcf/02/17/japan.finance.minister/index.html
Schlechteste Situation nach dem zweiten Weltkrieg und dazu ein unbeliebter Premier, der sich weiter gegen Neuwahlen strebt.
Derweil geht in der US-Autoindustrie das Licht aus wie seit Monaten vorhersehbar. Besonders GM wird die Auflagen niemals erfüllen können. Nun sind die Tochtergesellschaften in Europa dran als letztes Tafelsilber: Opel, Saab...