18 posts tagged “etfs”
- Die ((europäische)) Solarbranche im Schweinezyklus
Wenn einerseits in Europa die Kapazitäten teilweise nicht mal zur Hälfte ausgelastet sind, was bilanzschwache Anbieter zu Kampfpreisen greifen lässt, und andererseits die Chinesen mit riesigen Kapazitäten auf den Markt drängen, erinnert das ein wenig an die Halbleiterbranche: Auch hier ist das Branchenwachstum mittelfristig kein Thema - kaum ein anderes Gut verzeichnet höheres Absatzwachstum als Chips, insbesondere Speicherchips. Das Problem sind (temporäre) Überkapazitäten, und damit der Preis, und damit die Marge. Dieses Phänomen des Schweinezyklus könnte der Solarbranche auch blühen, selbst wenn die aktuelle Nachfragedelle überwunden ist.
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Solarworld-entzieht-sich-Trend/545609.html
- Verbot von Flash Orders in den USA ? ((siehe dazu auch die in vorherigen Einträgen erwähnten Dark Pools))
At issue are order types that route trades through private liquidity pools before being sent onto other exchanges for filling. Those with access to the so-called "flash orders," which are simultaneously made and taken away, can see how the market reacts to a flashed order and then place equities bets accordingly.
Critics have argued that having private-quote data available to some investors - those with access to the private liquidity pools - and not to all, creates a two-tiered system of investors where those with access could get a better price than those without.
http://www.marketwatch.com/story/us-regulators-seen-moving-to-ban-dark-flash-orders-soon-2009-07-28
- Hedge Funds Investing for the Masses
http://www.cnbc.com/id/32172993/site/14081545
((Andrew Lo hatte ich in diesem Blog schon erwähnt, siehe dazu auch den Artikel über den Fonds in der NY Times:
Dr. Lo said the early returns suggest that the fund is providing what he had hoped for: additional diversification.
“Investors over the last few years have suffered from diversification-deficit disorder,” he said in an interview in AlphaSimplex’s offices in Cambridge, Mass. “They think they’re getting diversification from putting their money in large- and small-cap stocks, value and growth strategies and international and emerging markets. But the fact is that all of those went down last year.” ))
- ETFs im Anlageprozess ((Interview, über ähnliche Themen bezüglich ETF hatte ich mehrmals im Blog erwähnt))
http://www.youquant.com/CH/Interviews/20090728.phpEs ist kein Geheimnis, dass aktiv verwaltete Fonds Mühe haben, ihren selbst gewählten Referenzindex zu schlagen. Sind diese Fonds somit ein Auslaufmodell?
Menschen, die anderen Geld anvertrauen, wollen nur das Beste. Durchschnitt reicht da nicht aus. ETFs können aber nur durchschnittliche Erträge versprechen. Es wird jedoch jedes Jahr Fonds geben, die mehr als eine durchschnittliche Rendite erzielen. Nur sind diese schwierig zu finden. Und wenn man sie gefunden hat, fallen sie wieder hinter den Durchschnitt zurück. Und so beginnt das Spiel von vorne… Die Hoffnung aber stirbt zuletzt.
Dazu kommt, dass die Anbieter einen geringen Anreiz haben, ETFs zu forcieren. Es handelt sich schlicht um Standardprodukte, die eine geringe Marge aufweisen. Aus Sicht der Anbieter bringen komplexe, individualisierte Produkte wesentlich mehr Gewinnbeitrag, da sie auf Grund der geringeren Preiselastizität einen höheren Preissetzungsspielraum aufweisen.
- The End of the End of the Recession
http://www.zerohedge.com/article/end-end-recession
((sehr empfehlenswertes PDF-Dokument im Artikel))
- Flat Rate Tax-Modelle in der Schweiz
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-umstrittene-Flat-Rate-Tax-ist-nicht-zwingend-ungerecht/story/27154241
- Recession's end near ? ((CNN Roundtable mit illustren Gästen))
Ich bin vor etwas mehr als einem Jahr mit diesem Blog gestartet, der aus meinem früheren Newsletter zum gleichen Themengebiet entstanden war.
Als persönliche Zusammenfassung über diese turbulente Zeit und als Ausblick liste ich nachfolgend fünf Themen auf.
Diese könnten meiner Meinung nach private und institutionelle Anleger auch nach dem Ende der aktuellen Krise beschäftigen:
1. Neue Investorenklassen: Geld aus Asien, Petro/Rohstoff-Gelder und allgemeiner Hedge Funds, Staatsfonds...
http://www.mckinsey.com/mgi/publications/The_New_Power_Brokers/
(( siehe dazu aktuell auch:
China's Plans for Replacing the Dollar
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1911671,00.html ))
2. Neue Anlageklassen bzw. -möglichkeiten für Institutionelle: Dark Pools, High Speed bzw. Automated Trading...http://zerohedge.blogspot.com/search/label/program%20trading [1]
3. Neue Anlageklassen bzw. -möglichkeiten für Private: ETFs, Short-Instrumente, strukturierte Produkte...
http://www.morningstar.ch/ch/etf/article.aspx?lang=de-CH&articleid=56878&categoryid=438
(( 4. ...und natürlich allgemeiner das Internet als Zugangsmittel zu Anlageinformationen und günstigen Handelsmöglichkeiten für Privatanleger welche früher Instutionellen vorbehalten waren. Dazu gehören auch Social Investing-Seiten aller Art wie caps.fool.com, updown.com, sharewise.com und so weiter....))
5. "Neue" |2] Anforderungen von Kundenseite an Finanzdienstleister ((nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Krise))
http://www.finews.ch/news/hintergrund/1083-was-macht-einen-finanzdienstleister-kuenftig-erfolgreich
Klare Positionierung; Preistransparenz; Unabhängigkeit von einzelnen Produkten; weniger, dafür loyalere Kunden: Dies einige Kriterien, die einem Parabanking-Unternehmen Erfolg verschaffen dürften. «Der Trend», erwartet HSG-Forscher Mattig, «geht wohl dahin, dass die Vergütung eher über die Beratungsleistung als über Retrozessionen oder Kommissionen für strukturierte Produkte erfolgt».
((Als Beispiel/Versuch dies in der Praxis umzusetzen, siehe etwa : http://www.quirinbank-privatebanking.de/ ))
Im Hinblick auf die gegenwärtige Krise hatte ich nach einer längeren Pause im Herbst 2007 ein Bärenportfolio und dann im Herbst 2008 aufgrund der Umstände ((als die Rezession die Börsen bekanntlich mit voller Wucht erreichte)) ein kurzfristigeres Tradingportfolio gestartet.
Beide Portfolios kann man unter den Tags "bladestocks" bzw. "bladetrading" ((natürlich ohne die Anführungszeichen ;) )) laufend auf diesem Blog verfolgen:
- Bladestocks ((34 Titel per Ende Juli 2009)): Bärenmarktportfolio mit hohem Bargeldanteil. Seit Herbst 2007. Die aktuelle Zusammensetzung kann man hier sehen.
- Bladetrading ((ca. 30 bis 50 Titel)): Trading-Portfolio mit eher kurzfristigen Positionen. Seit Herbst 2008. Aktuelle Performance hier.
Wie bereits gegen Ende April 2009 angekündigt sind die Arbeiten zum "neuen" Talesfromthefuture-Portfolio (( TFTF 2.0 oder wie es dann auch immer heissen wird ))...
http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/in-eigener-sache-updates-zur-seite-und-zum-tftf-20-portfolio.html
...weiter im Gange. Die oben aufgeführten fünf Ueberlegungen werden natürlich in das neue Portfolio einbezogen.
Wahrscheinlich werden ((wie ebenfalls angekündigt)) das Bären- und das Tradingportfolio schrittweise in das neue TFTF 2.0-Musterportfolio "überführt" werden.
In den nächsten Monaten kann ich etwas weniger Zeit für Updates zur Verfügung stellen, da mich dieses und andere berufliche Projekte zeitlich stark beschäftigen.
[1] Das war natürlich schon seit jeher eine berechtigte Kundenanforderung bzw. hätte eine sein sollen. In den "einfachen" Jahren bis und mit Mitte 2007 gingen diese Grundsätz abere bei vielen Anbietern verloren. Erst in der tiefen, aktuellen Krise begannen viele Kunden, die Leistungen und Transparenz ihrer Finanzdienstleister wieder grundsätzlich zu hinterfragen - seien es Retailkunden ((isländische Internetbanken...)) oder schwerreiche Anleger ((Madoff und intransparente und illiquide Fund of Funds..)).
[2] Zu Dark Pools und automatisierten Tradingsystemen sind zum Beispiel die kürzlich bei Zero Hedge publizierten Statistiken interessant. Diese Tradingsysteme und ausserbörslichen Abwicklungen sowie grosse passive Vehikel ((wie ETFs ohne oder vor allem mit Leverage, die volumenmässig oft ein Vielfaches des eigentlichen Basiswerts "verschieben")) könnten in den nächsten Monaten und Jahren noch viel zu reden geben...
http://zerohedge.blogspot.com/2009/07/is-case-of-quant-trading-industrial.html
(( Link im Zusammenhang mit angeblich gestohlenem HighFrequency-Trading-Programmcode von GoldmanSachs, worauf ein ehemaliger GS-Angesteller angeklagt wurde ))
und
http://www.zerohedge.com/article/day-was-hfts-superdominance
((Welcome to the Matrix...))
Interessantes Video-Interview mit einem Vertreter der Schweizer Börse...
http://www.nzz.ch/finanzen/webtv/impulse_juli_2009_1.2868291.html?video=1.2890095
Im Interview werden auch Leveraged ETFs angesprochen, die bald auf Schweizer Indizes lanciert werden sollen.
PS: Siehe auch meinen früheren Beitrag zur ETF Tour 2009 (( die Credit Suisse hatte an diese Veranstaltung mehrere neue ETFs für den Schweizer Markt angekündigt, diese sind nun lanciert worden....
...Deren ETF-Tochter Xmtch lanciert diese Woche 16 neue ETF. Darunter sieben Aktien-ETF jeweils mit der Variantion “Small Cap” und “Large Cap”. Dies ist durchaus eine willkommene Ergänzung der Produktpalette, weil bis dato das Angebot unterschiedlicher Kapitalisierungsgrade nicht genügend war. Auf der Rentenseite vervollständigt die Credit Suisse ihr Angebot mit Renten-ETFs unterschiedlicher Währungen und Laufzeiten.
http://blog.fundexplorer.ch/etf/2009/07/03/529/ ))
Interessantes Interview mit Martin Weber dessen aktuelles Buch ""Genial einfach Investieren" ich in meiner Bücherliste ((siehe rechte Spalte hier im Blog)) empfohlen habe:
Einfach ist gut: Dieses Prinzip erhält aus der Forschung immer mehr Unterstützung. So hat der Finanzmarktforscher Martin Weber einen Fonds gegründet, der ganz aus ETF besteht.
...Martin Weber bezeichnet den von ihm konzipierten Fonds als «wissenschaftlich fundiertes Basispaket». Der Arero ist für Euro-Anleger gedacht und besteht aus einem fixen Korb von auf Aktien, Rohstoffe und Regierungsanleihen lautenden Indexfonds. Andere Anlagen sollen für die Anpassung an die individuelle Situation sorgen. Die Ausgabenquote beträgt 0,45 Prozent, die Anteile werden von der Fondsgesellschaft DWS gratis deponiert.
Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Passiv-hoert-sich-im-Deutschen-schlecht-an/story/10105212
PS: Siehe in der heutigen Ausgabe der Berner Zeitung "Bund" ((Seite 2)) die Prognosen von vier Schweizer Experten (( ich halte von solchen Prognosen wenig; aber es ist immer interessant, die Begründungen zu lesen)). Webseite down, kann ich momentan nur über den Verbund verlinken...
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Einsteigen-Zuwarten-Die-Boersentipps-von-vier-Experten/story/18358193
Den anhaltenden Volkszorn auf die Finanzbranche kann man in den Kommentaren zum Artikel ebenfalls nachlesen :)
Besser spät als gar nie möchte ich auf diese Veranstaltungsreihe hinweisen, an der ich dieses Jahr endlich teilnehmen konnte. Die Referate und Themengebiete mögen teils eher institutionelle Anleger ansprechen, sind aber durchwegs hochwertig ...
http://www.etftour.ch/ ((Morgen ist der letzte Anlass in Zürich.))
Sehr professionell auch die abgegebenen Unterlagen und der kompakte Ablauf. Chapeau. (( Einzig der CreditSuisse-Vortrag war etwas verkaufslastig, da die Bank
dieses Jahr viele neue ETFs in der Schweiz lancieren wird, siehe dazu
http://www.xmtch-etf.com ))
Ich denke, nächstes Jahr werden Leveraged und Inverse ETFs auch in Europa ein wichtigeres Thema werden; momentan scheinen die meisten dieser Instrumente nur in den USA breiteren Anlegerkreisen bekannt zu sein.
Würde mich freuen, wenn es auch nächstes Jahr wieder eine ETF-Tour geben wird.
Ich kann jedem privaten Anleger nur empfehlen anstelle der oft vorgeschlagenen aktiven Fondsprodukte auch günstige ETF-Alternativen zu prüfen. Viele Banken bzw. Anlageberater haben ((leider immer noch)) keine Freude an solchen Vergleichen, da die Finanzbranche mit ETFs weniger als an traditionellen Produkten verdient...
Nachtrag: In der Berner Zeitung "Bund" ist am Mittwoch nach dem Anlass ein Artikel zur ETF-Tour und allgemein zu ETFs erschienen...
Börsenkotierte Indexfonds gibt es in der Schweiz seit zehn Jahren. Aber erst seit Ausbruch der Finanzkrise können sie sich richtig durchsetzen. Vorher waren sie den Anlegern zu langweilig und die Banken verdienten zu wenig daran.
http://www.derbund.ch/zeitungen/wirtschaft/Indexfonds---in--der-Krise--gefragt/story/28750760
(( Leider sind am Schluss des Artikels die Leveraged Zocker-ETFs etwas kurz behandelt. Der auf dem Prospekt angebene Hebel - in der Praxis meist doppelte oder dreifache Leverage - gilt nur Intraday bzw. über einen Handelstag, wie bereits mehrmals in diesem Blog besprochen. Solche ETFs sollten nur handelsorientierte Anleger kaufen, da die Renditen längerfristig nicht den vermerkten entsprechen können. Siehe unten nochmals für die mathematische Besprechung...
http://www.investopedia.com/articles/exchangetradedfunds/07/leveraged-etf.asp ))Leveraged ETFs, like most ETFs, are simple to use but hide considerable complexity. Behind the scenes, fund management is constantly buying and selling derivatives to maintain a target index exposure. This results in interest and transaction expenses and significant fluctuations in index exposure due to daily rebalancing. Because of these factors, it is impossible for any of these funds to provide twice the return of the index for long periods of time. The best way to develop realistic performance expectations for these products is to study the ETF’s past daily returns as compared to those of the underlying index.
For investors that are already familiar with leveraged investing and have access to the underlying derivatives (e.g. index futures, index options, and equity swaps), leveraged ETFs may have little to offer. These investors will probably be more comfortable managing their own portfolio and controlling their index exposure and leverage ratio directly.
Nachtrag 2: Interview auf NZZ online zu ETFs in der Schweiz im Vergleich zum weiter entwickelten ETF-Markt in den USA...
http://www.nzz.ch/finanzen/webtv/impulse_mai_1.2498543.html?video=1.2595262
Präsident Obama nutzte den Tag symbolisch für einige ((mehrheitlich bereits aus seinem Wahlkampf bekannte)) Forderungen und Pläne im Bereich Alternativenergie...
(( http://edition.cnn.com/2009/POLITICS/04/22/obama.energy/index.html ))NEWTON, Iowa (CNN) -- President Obama marked Earth Day Wednesday by announcing a new initiative to lease federal waters for the purpose of generating electricity from wind and ocean currents.
The president announced the initiative, to be administered by the Interior Department, while reiterating his pledge to push for a comprehensive energy plan that encourages the development of alternative fuel sources, cuts dependence on foreign oil, addresses climate change, and creates new jobs.
Wind power can generate 20 percent of the country's electricity by 2030 and support 250,000 jobs, Obama said during a visit to a wind turbine tower manufacturing plant.
It is part of "beginning a new era of energy exploration," he said.
Einige interessante Artikel zum 22. April von Seeking Alpha...
- Smart Plan for Smart Grid Grants
- Cleantech Will Stimulate Recovery
- Cleantech 'Power 10' Ranking 2009 by Neal Dikeman
- Strategic Shifts in Solar Stocksby Tom Konrad
- Brighter Future for Green Stocks?by Kirk Shinkle
Und ein weiterer aus gleicher Quelle mit einer Aktienliste kleinerer Energiefirmen...
Wem einzelne Aktien in diesem Bereich zu riskant sind ?
(( Aus gutem Grund, viele Firmen machen noch wenig oder sogar keinen Umsatz und operieren nach dem Prinzip Hoffnung - siehe etwa hier zu aktuellen GOING CONCERNS von Alternativenergiefirmen...
http://247wallst.com/2009/03/17/dreaded-going-concern-notes-head-to-alternative-energy-avr-bcon-vrnm/ ))
Ich erwähne deshalb noch einen ETF und einen aktiv gemanagten Fonds aus diesem Sektor um die Risiken von Einzeltitel zu verringern:
Ein eventuell interessanter im letzten SeekingAlpha-Artikel erwähnter ETF ist PBW (( http://www.invescopowershares.com/products/holdings.aspx?ticker=PBW )) oder der etwas unbekanntere und kleinere ETF ICLN von iShares; ein aktiver Schweizer Fond in diesem Gebiet wäre etwa SPG/SAM (( siehe http://www.zukunftsaktie.ch/eindex.cfm )), die Performance von SPG liess aber bisher eher zu wünschen übrig - wobei man besonders 2008 natürlich die schwierigen generellen Bedingungen für alle Aktienfonds nicht vergessen darf.
PS: Den Fonds von SAM/SPG hatte ich bereits am 16.2.09 in diesem Blog erwähnt, siehe Details und Charts ebenda.
Heute war eventuell ((die Zukunft wird es zeigen)) ein guter Starttag für die Absicherung der Long-Positionen mit Short ((inversen)) ETFs.
Wenn man diese gehebelten Produkte länger als ein paar Tage hält, muss man sich aber der Risiken bewusst sein, bei den 3x gehebelten Produkten empfehlen viele Leute sogar nur Intraday-Positionen...
The 3X ETFs use “total return swaps” to create the leverage. These swaps are settled each day. If the index (in this case, the Russell 1000 Financial Index) goes up consistently, then there’s a good chance that the total return of the ETF will approximate 300% of the return on the index.
But the concept falls apart in choppier markets. In a market that trades up-and-down for a few weeks, and ends up say 10%, a triple-leveraged ETF won’t be up 30%. It might not be up at all.
http://seekingalpha.com/article/131732-3x-etfs-are-wealth-destroyers
Siehe auch Jasons Zweigs aktuellen Beitrag im WSJ:
At 3 p.m., do you get queasy just thinking about the toll that the final hour of trading might take on your portfolio?
New research suggests that on days when the indexes make big moves, leveraged exchange-traded funds could trigger a trading cascade, turning the market close into a buying or selling frenzy.
To be fair, there has been no meltdown -- yet. But as the financial crisis has intensified since last fall, the final hour of the trading day has felt rougher than ever.
Leveraged ETFs offer double or even triple the daily return of a market index. Some of them, called "inverse" ETFs, move opposite to the market -- for example, going up twice as much as an index goes down. Each day, they all adjust their exposure by rebalancing, or "releveraging," their positions.
http://online.wsj.com/article/SB124000593149930309.html
Ich habe ähnliche Punkte zu gehebelten ETFs bereits letzten Herbst erwähnt, als ich solche Instrumente im September/Oktober zur Absicherung meines Bärenmarktportfolios verwendete, wollte es aber nochmals erwähnen, da ETFs und damit auch Shorts ETFs immer populärer werden.
Bei "ungehebelten" ETFs bestehen diese Probleme nicht.
PS: Eine gute, aber schon ältere Liste mit möglichen gehebelten wie ungehebelten Short ETFS ist hier zu finden...
http://tradermike.net/2007/03/list_of_inverse_short_bear_etfs_/
PPS: Wer von Aktien genug hat. Eine interessante Konferenz, die im Mai mit pessimistischen Vertretern ((Aktienbären und Gold Bugs...)) stattfinden wird...
http://www.hardassetsny.com/Pages/default.aspx
Ich habe heute im Tradingportfolio eine erste kleine GSG-Position ((iShares S&P GSCI Commodity-Indexed (ETF) gestartet...
http://www.google.com/finance?q=gsg
Das ergänzt die zwei Silber- und Gold-ETFs, die bereits seit einigen Wochen Teil des Tradingportfolios sind.
Wer die News verpasst hatte. Der LSI wird neu zusammengesetzt ((siehe auch die Tabelle im Originalartikel))...
Der Schweizer Aktienmarkt hat ein Problem. Die drei Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis dominieren alle anderen Unternehmen. Im Börsenindex SMI machen sie 63 Prozent aus, was Pensionskassen und andere institutionelle Anleger – zum Beispiel aus den USA – vor ernsthafte Schwierigkeiten stellt. Deren Reglemente schreiben vor, dass die Aktienanlage ausgewogen erfolgen müsse: Da ist der SMI keine Hilfe. Analog zu diesem Index zu investieren, ist unmöglich.
Vor zwei Jahren bot die Börse mit einem neuen Index die Lösung an: Der Swiss Leader Index SLI sollte die Macht der grossen Firmen beschneiden. Konkret wurde deren Gewicht im Index auf maximal 9 Prozent beschränkt. Einige mittelgrosse Firmen werden auf 4,5 Prozent «gecapt». Wer nach dem SLI anlegt, ist breiter diversifiziert und weniger abhängig von einigen wenigen Titeln.
...
Doch die Wirtschaftskrise hat das Gefüge des SLI durcheinandergebracht. Einst mächtige Titel wie die UBS sind nur noch Mittelgewichtskämpfer und müssen nicht mehr gecapt werden.
PS: Der SLI und die Zusammensetzung des SMI ((20 statt wie früher 25 Titel)) waren Mitte 2007 neu erstellt bw. revidiert worden:
Der Kreis der Schweizer «Blue Chips» wird kleiner: Mit der Überarbeitung der Indexfamilie der Schweizer Börse SWX fallen 5 der 25 Titel aus dem Swiss Market Index (SMI). Welche dies sind, wird am Freitag nach Börsenschluss bekanntgegeben. Am kommendem Montag wird zudem der neue Swiss Leader Index (SLI) lanciert.
http://www.nzz.ch/2007/06/27/bm/newzzf3fizxig-12_1.523575.html
Im letzten Oktober hatte ich zum gleichen Thema geschrieben...
http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/der-goldpreis-und-die-krise.html
Soeben ((Bloomberg hat heute, 9. März 09, den deutschen Sendebetrieb eingestellt und sendet nun den englischen Kanal auf der gleichen Frequenz)) habe ich eine aktuelle Statistik zur Goldverwendung gefunden auf Bloomberg TV und mich etwas schlauer gemacht...
Ich habe seit einigen Wochen einen Gold-ETF im Trading-Portfolio und auch eine kleine Silberposition. Ist aber nach wie vor eine Ausnahme, da ich mich generell weniger mit Rohstoffen befasse.
PS: Goldaktien halte ich aufgrund der Risiken für weniger interessant. Hier eine Auswahl von mittelgrossen Goldproduzenten des Bloomberg-Gasts Juerg Kiener ((der ein Goldbulle ist, von dem her mit Vorsicht zu geniessen)). Die meisten Goldaktien hatten 2008 ebenfalls deutliche Verluste und immer noch recht hohe Buchwerte ((wenn man nicht davon ausgeht, dass der Goldpreis sehr stark steigen wird...)):
Wer schon länger diesen Blog liest, weiss dass ich vergangenen Herbst ((von anfangs September 2008 bis Mitte Oktober 2008)) erstmals Short ETFs eingesetzt habe, um meine kleinen Aktienanteile im Bladestocks-Portfolio zu sichern.
Diese Instrumente sind meiner Meinung nach sinnvoll für zeitlich sehr begrenzte Einsätze - wenn man keine Optionsinstrumente oder Alternativen auf den Index einsetzen will.
Hier ein wichtiger Nachtrag zu diesen ETFs, da sich solche "gehebelten" ETFs nur kurzfristig wie im Prospekt beschrieben 1:x zu ihrem abgebildeten Index verhalten. In diesem Blog ist eine gute Erklärung und Grafik dazu:
The marketers of the ProShares UltraShort Financial ETF (ticker: SKF) tell us that the fund earns double the amount that the financials fall. For instance, if the financials fall 1%, the fund should gain 2%. They also tell us that the relationship is highly correlated, but only over a very short time frame. Math geeks know that the relationship is only short term because of the logarithmic nature of the markets. No matter what the reason, here’s the bottom line: had you invested in the SKF on November 20 expecting the financials to fall, you probably would be blowing your brains out now. That’s because, even though you were right about the direction of financials, and you correctly forecast that the financials would fall 20% in three months, the fund you chose to profit from such a forecast is actually DOWN … -20%. That’s right, had you made a bet expecting financials to fall utilizing this vehicle, you would nailed the forecast and lost 20% of your money.
https://www.donfishback.com/blog/2009/02/23/daily-options-report-and-cramer-agree/
Ich hatte damals auch auf Short ETFs auf Finanzaktien ((wie den oben erwähnten SKF)) verzichtet aufgrund der Leerverkaufsrestriktionen bei Finanztiteln, dies ist ein weiterer wichtiger Punkt in Krisenzeiten. Ein inverser ETF ((wie etwa der von mir damals gewählte TWM)) war diesen Problemen nicht ausgesetzt.
PS: Gute allgemeine Informationen zu ETFs gibt es zum Beispiel in diesem Schweizer Newsletter, ist jeweils als PDF verfügbar...
http://www.10x10.ch/
Bin mit den Herausgebern und der Seite in keiner Weise verbandelt, das wie immer als Disclaimer :)