79 posts tagged “2009”
Kam heute die Wende nach den starken Gewinnen seit Mitte März 2009 ? Sind wir in der Mitte des "W" an den Börsen angelangt und folgt nun der zweite Abschwung in den Herbst 2009 ? Das Volumen auf der Minusseite am heutigen Montag ist jedenfalls beunruhigend nach dem Start in Asien aufgrund schwächelnder Zahlen...
Frische Zweifel an einer raschen Erholung der Weltwirtschaft haben am Montag die Börsen in Asien ins Minus gedrückt. Selbst die Nachricht, dass Japan die Rezession überwunden hat, stoppte den Trend nicht. Am stärksten fiel der Einbruch in China aus: Der Leitindex in Shanghai fiel um fast sechs Prozent. Der indische Sensex sowie der südkoreanische Kospi rutschten um jeweils rund drei Prozent ab. Auch Währungen verloren, allen voran der südkoreanische Won und die indische Rupie.
...
Hinzu kamen Daten aus China: Dort sind die ausländischen Investitionen im Juli binnen Jahresfrist um 35,7 Prozent auf 5,36 Mrd. $ gesunken, teilte das chinesische Handelsministerium in Peking am Montag mit. Der Rückgang im zehnten Monat in Folge war deutlich größer als im Juni (6,8 Prozent). Er verdeutlicht die Zurückhaltung international aktiver Unternehmen, in der Krise neue Investitionen zu tätigen.
Quelle: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Konjunkturskepsis-Angst-erfasst-Asiens-B%F6rsen/554519.html
(( Die besser als erwartet ausgefallenen Prognosen aus Japan gingen in diesem Zusammenhang wie erwähnt weitgehend unter, siehe dazu: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/japan_bip_boerse_1.3357011.html ))
Die Bewertungen sind stark angewachsen seit dem Frühling weil die Firmen zwar Kosten senken konnten mussten, aber die Ertragslage ((noch nicht)) für die kommenden Monate nicht besser wird. Siehe dazu fundamental auch folgende Grafik für den US-Aktienmarkt...
A P/E ratio rising from 10 to 18.35 is what happens when the S&P 500 rallies 50% (the P) while earnings (E) continue to decline. Below we provide a chart of the S&P 500 price to earnings ratio since the start of the 2002 bull market using trailing 12-month diluted earnings per share from continuing operations.
Quelle: http://bespokeinvest.typepad.com/bespoke/2009/08/sp-500-pe-ratio-nearly-doubles.html
PS: Von technischen Indikatoren halte ich ((nach wie vor)) wenig für langfristige Bewegungen; aber es ist doch interessant, dieses Interview mit Robert Prechter ((Elliott Wave International founder & CEO )) vom 17.8.2009 anzuschauen...
PPS: Der Start des TFTF 2.0-Portfolios ist weiterhin für den Herbst 2009 geplant, falls das "pessimistische" Szenario eintritt und die Kurse wieder etwas fallen in den nächsten Wochen. Ein Tag ist natürlich zu wenig, um einen Trend bzw. eine Trendwende an den Märkten zu sehen. Das kurzfristige Trading-Portfolio ((Tag: bladetrading)) wird weiterhin aktuell gehalten ((so gut es meine Freizeit erlaubt)), die Performance kann tagesaktuell bei updown.com eingesehen werden..
http://twitter.com/talesftf
- Marc Faber zur Lage an den Börsen und dem momentanen Jahreshöchststand an vielen Börsen per Ende Juli 2009
http://www.cash.ch/video/start.php?firstProjectID=11716
- Shipping in the downturn
FROM the sheltered waters of Subic Bay in the Philippines to Falmouth on the south coast of England, a vast, swelling armada lies idle. In Asia’s deep-sea havens 750 vessels—container ships, bulk carriers, tankers, car carriers and others—are laid up. A further 280 are sheltering in European waters. According to Lloyd’s Marine Intelligence Unit, nearly 10% of the world’s merchant ships are swaying gently at anchor because of a collapse in global trade.
Since the recession bit hard last autumn a lot of attention has been paid to the plunge in the Baltic Dry Index, a composite measure of the cost of shipping bulk cargoes such as iron ore and coal. It fell by over 90% between June and October last year, although it has since recovered slightly and is hovering at just above a quarter of its peak.
http://www.economist.com/businessfinance/displayStory.cfm?story_id=14133794&source=hptextfeature
- Interview mit Barry Ritholtz ((siehe auch seinen bekannten Blog unter Ritholtz.com und sein neues Buch))
Wie steht es um die Ratingagenturen, die mit der Finanzmarktreform vom Radarschirm der Regierung verschwunden sind?
Ratingagenturen sind die schlimmsten Zuhälter der Finanzbranche. Sie werden von den Banken dafür bezahlt, dass sie ihnen gute Ratings zuhalten, und sollen das auch in Zukunft tun können. Dass Obama die Ratingagenturen in Ruhe lassen will, ist total verantwortungslos.
- Dauerhafte bzw. neue Regelungen zu ausserbörslichen ((over-the-counter)) Derivativen und "Naked Shorting" in den USA ((Interview auf Yahoo TechTicker))
- Gehebelte ETF eignen sich nicht zum Vermögensaufbau ((das Thema wurde schon mehrmals in diesem Blog besprochen; das Problem mit "normalen" ungehebelten Short-ETFs sehe ich persönlich allerdings nicht...))
- Fokus der Wirtschaft: Die Kehrseite der grossen Abhängigkeit vom Erdöl ((NZZ vom 29.07.2009, online nur kostenpflichtig im Archiv verfügbar))
- Update/Nachtrag: Back to basics for younger investors Using low-cost, indexed ETFs to build a core portfolio for the long haul http://www.marketwatch.com/story/etfs-can-shoulder-a-portfolios-heavy-lifting-2009-08-16?link=kiosk
- Die ((europäische)) Solarbranche im Schweinezyklus
Wenn einerseits in Europa die Kapazitäten teilweise nicht mal zur Hälfte ausgelastet sind, was bilanzschwache Anbieter zu Kampfpreisen greifen lässt, und andererseits die Chinesen mit riesigen Kapazitäten auf den Markt drängen, erinnert das ein wenig an die Halbleiterbranche: Auch hier ist das Branchenwachstum mittelfristig kein Thema - kaum ein anderes Gut verzeichnet höheres Absatzwachstum als Chips, insbesondere Speicherchips. Das Problem sind (temporäre) Überkapazitäten, und damit der Preis, und damit die Marge. Dieses Phänomen des Schweinezyklus könnte der Solarbranche auch blühen, selbst wenn die aktuelle Nachfragedelle überwunden ist.
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:Das-Kapital-Solarworld-entzieht-sich-Trend/545609.html
- Verbot von Flash Orders in den USA ? ((siehe dazu auch die in vorherigen Einträgen erwähnten Dark Pools))
At issue are order types that route trades through private liquidity pools before being sent onto other exchanges for filling. Those with access to the so-called "flash orders," which are simultaneously made and taken away, can see how the market reacts to a flashed order and then place equities bets accordingly.
Critics have argued that having private-quote data available to some investors - those with access to the private liquidity pools - and not to all, creates a two-tiered system of investors where those with access could get a better price than those without.
http://www.marketwatch.com/story/us-regulators-seen-moving-to-ban-dark-flash-orders-soon-2009-07-28
- Hedge Funds Investing for the Masses
http://www.cnbc.com/id/32172993/site/14081545
((Andrew Lo hatte ich in diesem Blog schon erwähnt, siehe dazu auch den Artikel über den Fonds in der NY Times:
Dr. Lo said the early returns suggest that the fund is providing what he had hoped for: additional diversification.
“Investors over the last few years have suffered from diversification-deficit disorder,” he said in an interview in AlphaSimplex’s offices in Cambridge, Mass. “They think they’re getting diversification from putting their money in large- and small-cap stocks, value and growth strategies and international and emerging markets. But the fact is that all of those went down last year.” ))
- ETFs im Anlageprozess ((Interview, über ähnliche Themen bezüglich ETF hatte ich mehrmals im Blog erwähnt))
http://www.youquant.com/CH/Interviews/20090728.phpEs ist kein Geheimnis, dass aktiv verwaltete Fonds Mühe haben, ihren selbst gewählten Referenzindex zu schlagen. Sind diese Fonds somit ein Auslaufmodell?
Menschen, die anderen Geld anvertrauen, wollen nur das Beste. Durchschnitt reicht da nicht aus. ETFs können aber nur durchschnittliche Erträge versprechen. Es wird jedoch jedes Jahr Fonds geben, die mehr als eine durchschnittliche Rendite erzielen. Nur sind diese schwierig zu finden. Und wenn man sie gefunden hat, fallen sie wieder hinter den Durchschnitt zurück. Und so beginnt das Spiel von vorne… Die Hoffnung aber stirbt zuletzt.
Dazu kommt, dass die Anbieter einen geringen Anreiz haben, ETFs zu forcieren. Es handelt sich schlicht um Standardprodukte, die eine geringe Marge aufweisen. Aus Sicht der Anbieter bringen komplexe, individualisierte Produkte wesentlich mehr Gewinnbeitrag, da sie auf Grund der geringeren Preiselastizität einen höheren Preissetzungsspielraum aufweisen.
- The End of the End of the Recession
http://www.zerohedge.com/article/end-end-recession
((sehr empfehlenswertes PDF-Dokument im Artikel))
- Flat Rate Tax-Modelle in der Schweiz
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-umstrittene-Flat-Rate-Tax-ist-nicht-zwingend-ungerecht/story/27154241
- Recession's end near ? ((CNN Roundtable mit illustren Gästen))
Ich bin vor etwas mehr als einem Jahr mit diesem Blog gestartet, der aus meinem früheren Newsletter zum gleichen Themengebiet entstanden war.
Als persönliche Zusammenfassung über diese turbulente Zeit und als Ausblick liste ich nachfolgend fünf Themen auf.
Diese könnten meiner Meinung nach private und institutionelle Anleger auch nach dem Ende der aktuellen Krise beschäftigen:
1. Neue Investorenklassen: Geld aus Asien, Petro/Rohstoff-Gelder und allgemeiner Hedge Funds, Staatsfonds...
http://www.mckinsey.com/mgi/publications/The_New_Power_Brokers/
(( siehe dazu aktuell auch:
China's Plans for Replacing the Dollar
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1911671,00.html ))
2. Neue Anlageklassen bzw. -möglichkeiten für Institutionelle: Dark Pools, High Speed bzw. Automated Trading...http://zerohedge.blogspot.com/search/label/program%20trading [1]
3. Neue Anlageklassen bzw. -möglichkeiten für Private: ETFs, Short-Instrumente, strukturierte Produkte...
http://www.morningstar.ch/ch/etf/article.aspx?lang=de-CH&articleid=56878&categoryid=438
(( 4. ...und natürlich allgemeiner das Internet als Zugangsmittel zu Anlageinformationen und günstigen Handelsmöglichkeiten für Privatanleger welche früher Instutionellen vorbehalten waren. Dazu gehören auch Social Investing-Seiten aller Art wie caps.fool.com, updown.com, sharewise.com und so weiter....))
5. "Neue" |2] Anforderungen von Kundenseite an Finanzdienstleister ((nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Krise))
http://www.finews.ch/news/hintergrund/1083-was-macht-einen-finanzdienstleister-kuenftig-erfolgreich
Klare Positionierung; Preistransparenz; Unabhängigkeit von einzelnen Produkten; weniger, dafür loyalere Kunden: Dies einige Kriterien, die einem Parabanking-Unternehmen Erfolg verschaffen dürften. «Der Trend», erwartet HSG-Forscher Mattig, «geht wohl dahin, dass die Vergütung eher über die Beratungsleistung als über Retrozessionen oder Kommissionen für strukturierte Produkte erfolgt».
((Als Beispiel/Versuch dies in der Praxis umzusetzen, siehe etwa : http://www.quirinbank-privatebanking.de/ ))
Im Hinblick auf die gegenwärtige Krise hatte ich nach einer längeren Pause im Herbst 2007 ein Bärenportfolio und dann im Herbst 2008 aufgrund der Umstände ((als die Rezession die Börsen bekanntlich mit voller Wucht erreichte)) ein kurzfristigeres Tradingportfolio gestartet.
Beide Portfolios kann man unter den Tags "bladestocks" bzw. "bladetrading" ((natürlich ohne die Anführungszeichen ;) )) laufend auf diesem Blog verfolgen:
- Bladestocks ((34 Titel per Ende Juli 2009)): Bärenmarktportfolio mit hohem Bargeldanteil. Seit Herbst 2007. Die aktuelle Zusammensetzung kann man hier sehen.
- Bladetrading ((ca. 30 bis 50 Titel)): Trading-Portfolio mit eher kurzfristigen Positionen. Seit Herbst 2008. Aktuelle Performance hier.
Wie bereits gegen Ende April 2009 angekündigt sind die Arbeiten zum "neuen" Talesfromthefuture-Portfolio (( TFTF 2.0 oder wie es dann auch immer heissen wird ))...
http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/in-eigener-sache-updates-zur-seite-und-zum-tftf-20-portfolio.html
...weiter im Gange. Die oben aufgeführten fünf Ueberlegungen werden natürlich in das neue Portfolio einbezogen.
Wahrscheinlich werden ((wie ebenfalls angekündigt)) das Bären- und das Tradingportfolio schrittweise in das neue TFTF 2.0-Musterportfolio "überführt" werden.
In den nächsten Monaten kann ich etwas weniger Zeit für Updates zur Verfügung stellen, da mich dieses und andere berufliche Projekte zeitlich stark beschäftigen.
[1] Das war natürlich schon seit jeher eine berechtigte Kundenanforderung bzw. hätte eine sein sollen. In den "einfachen" Jahren bis und mit Mitte 2007 gingen diese Grundsätz abere bei vielen Anbietern verloren. Erst in der tiefen, aktuellen Krise begannen viele Kunden, die Leistungen und Transparenz ihrer Finanzdienstleister wieder grundsätzlich zu hinterfragen - seien es Retailkunden ((isländische Internetbanken...)) oder schwerreiche Anleger ((Madoff und intransparente und illiquide Fund of Funds..)).
[2] Zu Dark Pools und automatisierten Tradingsystemen sind zum Beispiel die kürzlich bei Zero Hedge publizierten Statistiken interessant. Diese Tradingsysteme und ausserbörslichen Abwicklungen sowie grosse passive Vehikel ((wie ETFs ohne oder vor allem mit Leverage, die volumenmässig oft ein Vielfaches des eigentlichen Basiswerts "verschieben")) könnten in den nächsten Monaten und Jahren noch viel zu reden geben...
http://zerohedge.blogspot.com/2009/07/is-case-of-quant-trading-industrial.html
(( Link im Zusammenhang mit angeblich gestohlenem HighFrequency-Trading-Programmcode von GoldmanSachs, worauf ein ehemaliger GS-Angesteller angeklagt wurde ))
und
http://www.zerohedge.com/article/day-was-hfts-superdominance
((Welcome to the Matrix...))
In der NZZ am Sonntag ((Ausgabe vom 5. Juli 2009)) erschien ein interessanter Artikel warum etliche Schweizer Anleger mit den ((vermeintlich so sicheren und seriösen)) Schweizer Banken unzufrieden sind.
Der Artikel scheint nicht öffentlich online verfügbar zu sein, deshalb zitiere ich die drei grössten Kritikpunkte via moneycab:
1. Sehr viele Kunden pro Anlageberater ((nicht nur ein Schweizer Problem)), ausser im obersten Anlagesegment mit sehr vermögenden Kunden
2. Geringe Verbreitung kostengünstiger passiver Anlagen. Aktive Fonds ((meist der eigenen Bank, siehe dazu auch Punkt 3 zu "Kickbacks")) werden mit hohen Gebühren verkauft, obwohl die meisten dieser Fonds nachweislich nicht den Index schlagen können. Die hohe Kostenstruktur verhindert das aktive Empfehlen kostengünstigerer Alternativen wie ETFs. Es bestehen keine Anreizsysteme dies zu ändern solange sich die ((oft ungenügend informierten)) Kunden nicht beschweren...
3. Versteckte "Kickbacks" schlechter als im Ausland ausgewiesen, diese werden in der Schweiz oftmals ganz verschwiegen...
In dieser Beziehung kritisiert ein Artikel in der NZZ am Sonntag Banken, welche Indexklone als aktiv verwaltete Fonds verkaufen und dafür Management Fees von 1,5 bis 2 Prozent einstreichen. "Auf solche Produkte, die kaum jemals besser abschneiden als der Gesamtmarkt, hat niemand gewartet. Wirklich aktiv verwaltete Fonds finden die Anleger primär bei angelsächsischen Banken und Vermögensverwaltern", schreibt die NZZ am Sonntag.
...Produkte der Marke Eigenbau bergen erhebliche Interessenkonflikte und Reputationsrisiken. So hat die Finanzmarktkrise offenbart, dass hochmargige Produkte für Kundenberater sowie Kunden oft zu komplex sind. "Eine offene Architektur kombiniert mit Qualität und unabhängiger Beratung scheint demgegenüber Mehrwert sowohl für den Kunden als auch den Wealth Manager zu schaffen", meint die Studie.
Details unter: http://moneycab.presscab.com/de/templates/default.aspx?a=65610&template=print-article.htm
Besonders die Punkte 2. und 3. sind schweiz-spezifische Probleme. Zehrt der Bankenplatz Schweiz noch von der Glorie vergangener Dekaden ? Werden mit dem zunehmenden Druck auf das Schweizer Bankkundengeheimnis vermehrt Anstrengungen in Richtung Transparenz folgen ?
Erlebten wir zwischen März und Mai einen 40-prozentigen "Dead Cat Bounce" ? Waren die Käufe über 900 im S&P500 Panikkäufe von Investoren, die die Tiefststände im März verpasst hatten ((und schon vorher daneben lagen))?
Sind somit neue Tiefststände später in diesem Jahr oder 2010 möglich ? Ein gutes Video-Interview mit David Rosenberg auf CNBC, das ich noch nachreichen wollte...
PS: Wie Rosenberg im Interview meint. Schon nur weil sich fast alle Marktbeobachter einig sind, dass die im März 2009 aufgestellten Tiefs halten, sollte man schlechtere Szenarien nicht verdrängen...
Guter Artikel im WSJ zur Aufholjagd privater US-Investoren nach den hohen Verlusten 2008 mit risikoreicheren Fonds Emerging Markets, Rohstoffe und Junk Bonds...
A Taste for Risk—Again
Small investors, afraid of being left behind in a big rally, are piling into mutual funds that invest in emerging markets, junk bonds and volatile energy businesses
Quelle: http://online.wsj.com/article/SB20001424052970204005504574231710838821166.html
Siehe dazu auch den interessanten Kommentar zum WSJ-Artikel bei FundmyMutualFund:
http://www.fundmymutualfund.com/2009/07/wsj-small-investors-pile-into-emerging.html
PS: Ich werde noch mehr dazu schreiben mit Fokus auf die Situation in der Schweiz in Teil II in einigen Tagen.
Am 11. März hatte ich Boltons positive Meinung zu den Aktienmärkten hier im Blog erwähnt. Er lag bisher sehr gut mit seiner Einschätzung ((auch wenn er zuvor bereits im Herbst 2008 einen Boden erreicht sah...))
http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/2009-positive-argumente-zusammenfassung-in-der-ny-times.html
Bolton wiederholte nun seine positive Einstellung zu den Aktienmärkten auf Bloomberg. Mitte März 2009 sei in der Tat der Start zu einem neuen Bullenmarkt erfolgt...
April 30 (Bloomberg) -- Anthony Bolton, president of investments at Fidelity International, said a bull market in equities has already begun and financial shares are poised to drive recent gains higher.
Low valuations indicate advances that began in March are the start of a bull market, Bolton said. He favors financials, consumer cyclical, technology, and “value stocks,” such as retailers, automakers and construction-related shares.
“All the things are in place for the bear market to have ended,” Bolton said in an interview with Bloomberg Television in Hong Kong. “When there’s a strong consensus, a very negative one, and cash positions are very high, as they are at the moment, I’d like to bet against that.”
...
Investments in money market funds in the U.S. have reached a record and could fuel a bull market during the next two to three years, he said.
Bolton’s view contradicts that of Nouriel Roubini, the New York University professor who predicted the financial crisis. Roubini said last week he was “still bearish” and that an economic recovery is going to take “longer than expected.”
“Nearly all the broker research I read says ‘bear-market rally,’ that’s one of the other things that makes me think it’s the beginning of a bull market, not a bear-market rally,” Bolton said. “When everyone is extremely negative, I want to bet against that. If you wait for things to get better, you’ll miss the rally.”
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aLukS.URK55A&refer=home
Ich bin bekanntlich anderer Meinung und sehe noch viele offene Probleme, die sich bis in den Herbst 2009 hinziehen könnten ((auch wenn wir die Tiefststände von März 2009 eventuell nicht mehr untertreffen)). Aber alle Meinungen sollen Platz finden. Audiatur et altera pars. Ich bin kein Dogmatiker und zitiere gerne auch andere ((in diesem Falle positivere)) Meinungen.
Anthony Bolton ist ein ausgewiesener Fachmann und sehr, sehr guter Fondsmanager mit grösster Erfahrung. Neben Warren Buffett, Marc Faber, Robert Shiller und Nouriel Roubini ein weiterer Leuchtturm, dessen Einschätzungen ich gerne und oft höre und zitiere.
In den letzten Tagen wurde die Luft immer dünner. Am Freitag, dem 17. April 2009, könnte der Höhepunkt der letzten Wochen erreicht worden sein und die anfangs März begonnene Aufwärtsbewegung fürs erste vorbei sein...
Oder sind es nur die "bösen" ((und möglicherweise falschen)) Gerüchte zu den Stresstests bei US-Banken...
Das große Rätselraten begann, als ein US-amerikanischer Blogeintrag besagte, der Stresstest der US-Banken sei bereits durchgesickert. Das Originaldokument soll sich angeblich in den Händen eines Bloggers befinden. Das Ergebnis, wenn es denn wahr wäre, wäre niederschmetternd. 16 von 19 getesteten Finanzinstituten wären demnach "technisch insolvent".
Auch wenn die Quelle als fragwürdig kategorisiert wird, löst die Meldung an den Märkten Angst aus. 1800 kleineren Kreditinstituten würde danach immerhin noch das Aus drohen. Washington hat mittlerweile auf die Hiobsbotschaft im Netz reagiert. Das Finanzministerium weist erneut darauf hin, dass noch keine Resultate der Stresstests vorliegen. Das Dementi, das mehrere Nachrichtenagenturen als Eilmeldung verbreiteten, kann die Unsicherheit jedoch nicht aus der Welt schaffen.
http://www.n-tv.de/1140585.html
Leider schafften es die meisten Massenmedien nicht, die ((politisch rechts aussen stehende)) Quelle zu nennen. Mehr dazu auf diesen Blogs zur Quelle und den Gerüchten....
http://turnerradionetwork.blogspot.com/2009/04/leaked-bank-stress-test-reults.html
http://zerohedge.blogspot.com/2009/04/stress-test-results-leaked.html
Man muss noch einige Wochen abwarten, aber die Volatilitätsindikatoren scheinen wieder anzuziehen. Ich habe mich deshalb mit Kollege bscyb kurzfristig entschlossen, viele offene Positionen zu schliessen.
Siehe zum Thema auch...
How do we know when we’ve hit bottom? Experts weigh in.
http://www.portfolio.com/executives/2009/03/18/Experts-Predict-Economys-Bottom?PMID=alsoin/The-$2.5-Trillion-Question
PS: Ich werde in den nächsten Tagen trotzdem recht hohe prozentuale Verluste im Tradeportfolio haben ((da ich aber fast über 50% in Cash angelegt habe, werde ich diese ausbaden für den Moment. Habe heute für ca. 200k USD Positionen aufgelöst beim Tradingkonto auf updown, so dass der Cashbestand nun leicht über 1 Million USD liegt - das war das anfängliche Startgeld.))