17 posts tagged “2008”
Friedman ((bekannter Autor des Buchs The World is Flat)) in der NYT....
Let’s today step out of the normal boundaries of analysis of our economic crisis and ask a radical question: What if the crisis of 2008 represents something much more fundamental than a deep recession? What if it’s telling us that the whole growth model we created over the last 50 years is simply unsustainable economically and ecologically and that 2008 was when we hit the wall — when Mother Nature and the market both said: “No more.”
We have created a system for growth that depended on our building more and more stores to sell more and more stuff made in more and more factories in China, powered by more and more coal that would cause more and more climate change but earn China more and more dollars to buy more and more U.S. T-bills so America would have more and more money to build more and more stores and sell more and more stuff that would employ more and more Chinese ...
...
“When we look back, 2008 will be a momentous year in human history. Our children and grandchildren will ask us, ‘What was it like? What were you doing when it started to fall apart? What did you think? What did you do?’ ” Often in the middle of something momentous, we can’t see its significance. But for me there is no doubt: 2008 will be the marker — the year when ‘The Great Disruption’ began.
http://www.nytimes.com/2009/03/08/opinion/08friedman.html?_r=1&em
Ich sehe es eher anders. Oekologische Themen und Investitionen werden in der Wirtschaftskrise verdrängt oder auf die lange Bank geschoben ((es sei denn durch langfristig teils fragwürdige staatliche Impulsprogramme)).
Wie versprochen folgt hier noch das das Resultat des Bärenmarktportfolios, das aus 200 "Einheiten" besteht, wovon seit Oktober 2008 15% in Aktien und 85% in Bargeld gehalten werden. Von Oktober 2007 bis Herbst 2008 waren es sogar nur ca. 10% in Aktien in Bargeld.
- Langfristiges Bärenmarktportfolio ((bladestocks)):
Nicht eingerechnet in der obigen Tabelle sind ((wie im Herbst 2008 angekündigt, siehe die älteren Einträge)) zudem die zwei ETF-Shortinstrumente mit ingesamt 8% Anteil am Gesamtportfolio, die ich von anfangs September 2008 bis anfangs Oktober 2008 hielt und welche die Verluste auf dem Aktienanteil von 15% stark beschränkten.
Mein Pessimismus seit Herbst 2007 und der Einsatz von Shortinstrumenten haben mich also 2008 also nur ein wenig ins Minus fallen werden im Bärenmarktportfolio. Für eine schwarze Null hat es nicht ganz gereicht, nicht zuletzt weil der Dollar gegen Ende Jahr wieder an Wert verlor gegenüber dem Schweizerfranken ((in den Tabellen und Grafiken sind immer die "Originalwährungen")).
Beim Oktober 2008 gestarteten Tradingkonto liege ich momentan mit ca. + 33% im Plus, in CHF sind es aufgrund der Dollarschwankungen wiederum einige Prozent weniger ((siehe für Details Teil 1 dieses Eintrags.))
2008 war ein sehr schwieriges Jahr für Aktien und andere Anlagen aller Art ((ha, ha. Eine sehr aufschlussreiche Zusammenfassung, ich weiss ;-))).
Stellvertretend ein Artikel mit den Ergebnissen und den wenigen positiven Ausreissern an der Schweizer Börse:
Wie versprochen auch. Per 31.12.2008 hatte ich folgende Ergebnisse über die letzten Monate bzw. über das Jahr...
Virtuelle Anlagen ((als Vergleich))
- Kurzfristiges Tradingkonto 2008 ((bladetrading)): Ø Performance: + 33.84% ((per 30.12.2008, da US-Börse an Silvester noch geöffnet)). Es war bis Ende 2008 eine gute Entscheidung, das kurzfristige Konto bewusst im Herbst 2008 in der "schlechtesten" Zeit zu starten. Unten ein Vergleich zum S&P 500. Wie man sieht, hatte ich um den 20. November auch einen starken Einbruch...
- Langfristiger Wettbewerb mit 5 Aktien auf Sharewise : Ø Performance:
-9.02%
Reale Anlagen
- Kurzfristiges Stockpicking ((zusammen mit einem Kollegen als Mitspieler "bscyb" auf Sharewise umgesetzt. 1:1 ist nicht möglich wegen der Kursverzögerungen und vielen ausländischen Aktien, die in Frankfurt nicht mit hohem Handelsvolumen gehandelt werden, Sharewise.com bezieht die Kurse von der Börse Frankfurt. Zudem kann man die einzelnen Aktien nicht mengenmässig gewichten)): Ø Performance:
+10.38%
Dies erklärt die hohe Diskrepanz zum Updown-Portfolio, wo fast die gleichen Titel gehandelt wurden. Auf Updown sind die Titel aber wie in einem normalen Depot gewichtet und an den US-Börsen mit gutem Volumen handelbar. Insofern entspricht die erzielte Performance auf Updown eher der Realität, die knapp + 30% betrug.
- Langfristiges Bärenmarktportfolio ((bladestocks)): Folgt in der ersten Januarwoche 2009, da die US-Börsen an Silvester noch offen haben...
Das virtuelle Vergleichskonto zu bladestocks auf Sharewise hatte 2008 eine Ø Performance: -16.06%, das Ziel wäre, dass ich mit dem Bärenmarktportfolio ein besseres Ergebnis erreiche. Das sollte dank dem sehr hohen Baranteil möglich sein.
PS: Berechnungsgrundlagen:
1. Alle prozentualen Ergebnisse werden normal ((ohne Inflationsbereinigung/risikolosen Zinssätze oder andere Abzüge)) berechnet. Ebenso keine Währungsumrechnungen ((ausser natürlich ausländische Aktien, die an der Börse automatisch in der jeweiligen Landeswährung notiert werden)).
Eine gute Warnung vor Madoffs Pyramidenschema, die vor 10 Jahren bereits in den Grundzügen erstellt wurde, aber die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde offenbar nicht genug interessierte:
The Wall Street Journal has published a detailed account of private fraud investigator Harry Markopolos's efforts over the past 10 years to persuade the SEC that Bernie Madoff was running a gigantic Ponzi scheme (or, at best, was front-running).
Markopolos submitted extensive analysis to the SEC in 2005, which we've embedded below.
(( http://clusterstock.alleyinsider.com/2008/12/busting-bernie-madoff-one-mans-10-year-crusade ))
Bemerkenswert:
- Die Informationen im PDF wurden ohne Insiderwissen in Dedektivarbeit zusammengetragen von einem Mann. Siehe im verlinkten Dokument etwa Seite 7, wo gehandelte Optionen mit den angeblichem Transaktionsvolumen und den Buchwerten von Madoffs Anlagevehikel verglichen wurden. Warum war dies den Fund of Hedge Funds und den investierenden Banken nicht möglich ? Dort heisst Investigativarbeit "Due Diligence", was besser tönt aber ((zumindest in diesem Fall)) nicht besser ist :)
- Am interessanten im Rückblick sind die Seiten 15 und 16, da dort die Auswirkungen ((besonders auch auf europöische Banken)) präzise vorausgesagt wurden von Herrn Markopolos.
FPDF der Warnung von 2005 mit allen zusammengetragenen Red Flags und den erwähnten Textstellen:
http://www.slideshare.net/hblodget/markopolos-madoff-complaint-presentation?type=document
Wo das Dokument bei der SEC nach der Eingabe 2005 wohl gelandet verschwunden ist ? Schliesslich ging und geht es um geschätzte 20 bis 50 Milliarden Dollar und nicht um einen Bagatellfall...
Bilanztechnisch sicher auch nicht uninteressant...
PS: A propos "eat your own dog food". Die Jahresstatistik meines Bärenmarktportfolios und der Wettbewerbe ((Tradingkonto USA bei Updown.com und zwei Wettbewerbe bei Sharewise.com)) folgt in der Altjahreswoche.
Chrysler und GM werden wohl noch vor 2009 nicht mehr in ihrer heutigen Form bestehen, auch Ford und einige Zulieferer werden im Strudel weitere Verluste einfahren oder mitgerissen...
http://www.nytimes.com/2008/12/12/business/12auto.html?hp
Siehe für Details zur US-Autoindustrie meine Blogeinträge vom Oktober und November. Chrysler/GM werden über die Feiertage bis zur Einsetzung Obamas keine Zeit mehr haben ((ausser sie hätten ihre finanzielle Lage dramatisiert, was ich nach überschlagsmässigem Betrachten der Zahlen bezweifle - besonders GM scheint nur noch wenige Wochen Liquidität zu haben)):
Wir stehen nun vor einer zweiten Schockwelle nach der ersten von September 2008: Es wird analog zum "White Collar" Beben an der Wall Street nach der Lehman Brothers-Pleite einen Erdrutsch von kleineren Konkursen, Arbeitsplatzabbau im Auto- und Autozuliefersektor geben in den nächsten Wochen der vor allem "Blue Collar"-Stellen kosten wird:
The Big Three, along with their foreign competitors, are what most people think make up the entire auto industry. But the car manufacturers are just the top of the pyramid.
While G.M., Ford and Chrysler employ 239,000 people in the United States, the country’s 3,000 or so auto suppliers have more than 600,000 workers.
Suppliers range from large, publicly held companies that make car seats and axles, to much smaller firms that provide clamps, hoses and stamped metal parts.
(( Quelle: http://www.nytimes.com/2008/12/12/business/12rescue.html?hp ))
Einige Marken ((Saab, Volvo...)) werden wie nach den letzten Zuckungen der englischen Autoindustrie in chinesischen Händen landen.
PS: Ich hatte gestern nicht nur aus diesem Grund meinen Baranteil im 'iamvoltron'-Tradingkonto von US-Aktien kurzfristig wieder auf ca. 45% erhöht.
PPS: Die Reaktion an der Börse sieht man bereits an den asiatischen Börsen mit hohen einstelligen Verlusten am Freitag.
Ebenfalls ein interessanter Fond ((der Fusion-Fondsmanager bloggt im bekannten TheBigPicture-Blog, seit neuem unter seiner URL ritholtz.com)):
Es würde mich sehr interessieren, wie hoch der durchschnittliche Barbetrag war in diesem Jahr im Long-Fonds. So oder so ist es eine sehr gute ((um nicht zu sagen exzellente)) Leistung, in diesem Jahr nur solch kleine Verluste zu haben.Amid the wholesale destruction on Wall Street, Fusion has produced single-digit gains on its long-short portfolios, and has kept the average losses on its long-only accounts to single digits. Ritholtz, whose book Bailout Nation is due early next year from McGraw-Hill, can be trusted to call ‘em as he sees ‘em. To find out what the contrarian is now warming up to, read on. (...)
Quelle: http://www.ritholtz.com/blog/2008/12/the-barrons-interview/
Besonders gibt es einem schwarzen Präsidenten noch einige zusätzliche Spinner im Inland. Dazu kommt eine mögliche wirtschaftliche Schwäche der USA in den nächsten Jahren in einigen Sektoren...
Schon bevor feststeht, wer der neue Präsident der USA wird, warnt der nationale US-Geheimdienstchef vor möglichen Terroranschlägen. «Kurz nach der Wahl eines neues US-Präsidenten kommt es immer zu Überraschungen», wird McConnell auf der Webzeitung «Globalsecurity» zitiert.
...
McConnell betont, dass sich der Einfluss der USA in den nächsten Jahren verringern könnte. China, Indien und Russland würden immer reicher und politisch stärker.
Quelle:
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/uswahlen-2008/hintergrund/story/30007385
(( Dritter kleiner Zwischenruf während der blogfreien Auszeit:))
Zumindest in Japan gab es in den letzten Tagen bereits eine interessante Rallye mit stark steigenden Kursen. Auch diese Bärenmarktrallye könnte aber bald vorüber sein nach der geplanten/erwarteten Zinssenkung...
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aQe80UYhA6xg&refer=home
Japan ist das letzte Land, das die Zinsen nochmals senkte, da sie bereits vorher bereits bei Nullzinsen waren. Weltweit könnte die Bärenmarktrallye in den nächsten Wochen bereits wieder vorüber sein. Ich freue mich nicht zu früh, solche Bilder sind wohl verfrüht...
(( Zweiter kleiner Zwischenruf während der blogfreien Auszeit:))
Der gegenwärtige volatile Marktzustand ist spätestens seit Oktober 2008 als bipolar definierbar, dies hatte ich im letzten Eintrag ja bereits besprochen. Die wilden Schwankungen am 29. Oktober in den letzten Handelsminuten waren das beste Beispiel dafür als die US-Märkte zehn Minuten vor Handelsschluss noch ca. 4% verloren. Die Bewegungen der VW-Aktie taten ihr übriges, um sogar einen grossen Index wie den DAX kurzfristig massiv zu "verfälschen". Das nur zwei Beispiele.
Da ich wie früher erwähnt die vier virtuellen Vergleichsportfolios ((als Vergleich zum Bärenmarktportfolio)) nicht mehr weiterführe und deshalb wieder mehr Zeit habe startete ich neben den zwei langfristigen Portfolios...
- Bärenmarktportfolio ((31 Titel, langfristig))
- Auswahl des neuen TFTF-Portfolios ab ca. 2009, das Bärenmarktportfolio soll darin aufgehen ((entsteht, momentan werden Titel ausgesucht))
... ab 29.10.2008 erstmals einen Tradingversuch, wo ich kurzfristiger Titel auswähle:
- Tradingversuch ab 28.10.2008, siehe Details und Statistik auf http://www.updown.com/member/iamvoltron
Ich starte diesen Versuch nur aufgrund der aktuellen Marktlage.
Mal schauen wie weit ich es bringe mit diesem Versuch :) Es ist mein erster Tradingversuch überhaupt, da ich wenig von technischer Analyse und generell kurzfristigem Trading halte. Ziel wäre es, mit der zur Verfügung stehenden Summe auf updown bis Ende Jahr eine gute zweistellige Rendite zu erreichen. Das ist sehr hoch gesteckt, ich versuche es einmal. Am ersten Tag lief es gut ((etwa 23 bis 25 % erreicht am ersten Tag)), kann aber gut ein epic fail geben bis Ende Jahr. Natürlich sind auch bei Updown nur "normale" Aktien/ETFs und keine Hebelprodukte erlaubt.
PS: Ich führe deshalb den Tag "bladetrading" ein, um das Finden von Posts zum Tradingversuch zu vereinfachen. Langfristige Investitionen findet man weiterhin unter "bladestocks" ((oder einfacher unter den Accountnamen: Voltron=Trading und Bladerunner=Investitionen)).